Social Safari @ RIZ Gründerzentrum Krems

Auf Einladung von Unternehmerweb.at präsentierten Roland Trnik und Hanna Spegel am 17.3.2011 im RIZ Gründerzentrum Krems in Kooperation mit UnternehmerWissen eine Kurzform der Social Safari – dem Web 2.0 Workshop zum Einstieg in Social Media mit Fokus Facebook (die Original-Workshops mit entsprechendem Zeitbudget finden regelmäßig in Wien statt – Details & Termine auf http://www.spinnwerk.at/spinnwerke/workshops/).

Social Safari in Krems

Roland Trnik & Hanna Spegel führen durch die Social Safari – einer der Teilnehmer durfte sich über einen UnternehmerWissen-Gutschein für eine sozialmediale Beratungseinheit im SPiNNWERK freuen. (Foto: Marco Martinello / Unternehmerweb.at)

In den 90+15min. mit 50% Theorie und 50% Praxis wurden Internetnutzung in Österreich, soziale Netzwerke, Social Media Mechaniken und Content Strategien bis hin zur Live Erstellung einer eigenen Page vorgestellt. In die s.g. Social Media Revolution führte die Videovisualisierung zu Erik Qualman’s Socialnomics ein (in deutscher Übersetzung zu finden auf YouTube). Dass die Welt „obsessed with Facebook“ ist, wurde mit der Mashable-Infografik eindrücklich illustriert; z.B. an Hand der Tatsache dass 48% der 18-34 Jährigen Facebook direkt nach dem Aufwachen aufrufen. Weiterführende Ressourcen sind beispielsweise in der SPiNNWERK Blogroll via http://www.spinnwerk.at/blogroll/ zu finden.

Bei der obligatorischen Frage nach der Nutzung sozialer Netzwerke unter den ca. 40 TeilnehmerInnen von (Jung-)UnternehmerInnen bis GründerInnen ging das Ergebnis Kopf an Kopf für Facebook vs. Xing mit jeweils knapp 100% des Publikums aus, während immerhin 2 der Anwesenden auf Twitter präsent sind.

Die Zuhörerschaft war äußerst aufmerksam bei der Sache, u.a. folgende Fragen wurden im Laufe des Abends aufgeworfen:

Q: Wie wirkt sich Social Media bzw. die Facebook-Nutzung auf die Produktivität in Betrieben aus? Mindert sie nicht die Arbeitsleistung?

A: Ganz im Gegenteil – Studien beweisen, dass Facebook-Sperren am Arbeitsplatz kontraproduktiv sind. Auch wenn man bekanntermaßen keiner Statistik Glauben schenken soll, die man nicht selbst gefälscht hat (frei nach W.Churchill), hier die weiterführenden Hinweise zu den Produktivitätserhebungen:

Q: Gibt es Social Media Observer?

A: Ja. Je nach Ressourcen ist die zeitaufwendige Einrichtung von kostenfreien Alert-Services zu definierten Suchbegriffen zwecks Listening samt anschließender Auswertung einerseits oder die kostenpflichtige Buchung von Monitoring-Software bis hin zu Sentiment Analysen möglich.

Kostenfreie Alert Services (Auszug):

Kostenpflichtige Dienste (Auszug):

Q: Wie oft soll man als Unternehmen auf Facebook posten?

A: Zu den optimalen Posting-Intervallen einer Unternehmensseite auf Facebook hat Roland Trnik einen eigenen Blogbeitrag verfasst, nachzulesen auf http://blog.spinnwerk.at/2011/01/17/postingintervall/

Hier weiters noch die Social Safari Online-Präsentation von 17.3.2011 auf Prezi.com (direkt aufzurufen via http://spinn.es/f1pOPK) – einfach auf den Pfeil klicken um die Präsentation zu laden – danach Klick für Klick in Ihrem eigenen Tempo die Prezi betrachten. Wer sich zurücklehnen und die Prezi automatisch abspielen lassen möchte, kann nach dem Laden unter „More“ auch das „Autoplay“ & den „Fullscreen“-Modus aktivieren.

Und wer noch immer nicht genug hat, den heißen wir Herzlich Willkommen bei einer der nächsten umfangreicheren Social Safaris vorbeizuschauen. Info zu den bevorstehenden Terminen & Anmeldemöglichkeit via http://www.spinnwerk.at/spinnwerke/workshops/

Viel Spaß bei den sozialmedialen Aktivitäten! 🙂

Das neue wombat’s city hostel “the naschmarkt” – mit Facebook-Gewinnspiel ;-)

Bei den wombat’s city hostels herrscht derzeit Hochbetrieb: Am 1.3.2011 wurde das 3. wombat’s in Wien eröffnet. Das neue Haus „the naschmarkt“ liegt direkt an der Rechten Wienzeile Ecke Heumühlgasse (zu finden u.a. via Facebook Places) und glänzt durch den berühmten Style – das 5. wombat’s ingesamt mit Berlin und München.

wombat's city hostel "the naschmarkt" (DZ)

1 brandneues Doppelzimmer mit Blick auf Naschmarkt und die gegenüberliegenden Jugendstil-Wienzeilenhäuser.

Bei der heutigen Pressekonferenz führten die Gründer & Geschäftsführer Marcus Praschinger & Sascha Dimitriewicz sowie Marketingleiterin Doris Schreyvogel mehrere Gruppen an JournalistInnen durch „the naschmarkt“: 5.000qm auf 6 Ebenen mit 123 Zimmern und 460 Betten.

wombat's city hostel "the naschmarkt" - 6-Bett-Zimmer

Eines der großzügig angelegten 6-Bett-Zimmer im wombat's city hostel "the naschmarkt". Ein Bett ist ab EUR 10,-- pro Nacht zu haben. (Foto: wombat's)

Sowohl die Räume der Original-Stockwerke als auch die lichtdurchfluteten Dachgeschoß-Zimmer strahlen einen modernen Chique und eine entspannte Atmosphäre aus. Ein durchgängiges Farbkonzept, funky gestylte Inneneinrichtung, kommunikative Chill Out Ecken, Internet-Stations in der Lobby sowie WLAN in den öffentlichen Bereichen und nicht zuletzt die womBar präsentieren einmal mehr das wombat’s als die upgegradete High End-Variante eines zeitgemäßen Hostel-Konzepts. Sauberkeit, Sicherheit, 24h-Rezeption & günstige Preise sind ohnehin wombat’s-Standard.

wombat's city hostel "the naschmarkt" by night

Die Außenfassade ist nachts über 3 Stockwerke mit verschiedenfarbigen Leuchtstoffröhren in Szene gesetzt.

Und das Beste: Noch bis 31.3. gibt’s einen Aufenthalt im „the naschmarkt“ via Facebook zu gewinnen – 3 Nächte für 2 Personen, 2x 72-Stunden Wien Cards und ein Dinner im Plachutta. Für die technische Umsetzung des Gewinnspiels auf Facebook ist das SPiNNWERK verantwortlich, und wünscht hiermit viel Glück beim Mitspielen! 😉

Prezicamp Wien: We ♥ Zooming!

Prezicamp

Prezicamp in Wien

In Wien fand vergangenen Samstag, 22.1.2011, ein nachmittägliches Prezicamp statt – ein Barcamp zur Präsentationssoftware Prezi. Nachdem ich der 1. Barcamp-Rule entsprechend „You do talk about barcamp“ zwei kurzentschlossene Prezisisten mit am Start hatte, hier nun noch gemäß der 2. Barcamp-Regel „You do blog about barcamp“ ein kleiner Rückblick im SPiNNblog:

Zum von Max Kossatz & Michael Rederer initiierten Prezicamp versammelten sich ca. 50 Barcamper – sowohl Newbies als auch Heavy User – in den sehr entspannten und geräumigen sektor5 coworking spaces. Die 1. Session lieferte Adam Solmai-Fischer, Founder & Head Of Design Prezi.com, angereist aus Budapest, der den optimalen Aufbau und Flow einer guten Prezi erläuterte:

Posting-Intervall: Je öfter desto gut?

Die folgende Frage wird immer wieder gestellt, wenn es um die Bespielung von Corporate Social Media Kanälen geht: „Wie viele Postings pro Tag/Woche sind ideal?“.

„Learn from the Best“ fand ich immer schon gut, daher habe ich mir im Detail angeschaut wie ein Spitzenreiter des neuen Social Media Ranking seine Social Media Aktivitäten gestaltet:

Top 10 Social Media Ranking KW2/11

Top 10 Social Media Ranking KW2/11

Betreffendes Ranking wurde von Super-fi, Monopol und m-otion.at aus der Taufe gehoben und befindet sich derzeit im Status „public alpha“. Endlich ein Tool, das beim Definieren von Benchmarks im Social Media Marketing hilfreich sein kann, dachte ich mir. Besonders erfreulich auch die Tatsache, dass nicht einfach nur ein Ranking nach Fananzahl vorgenommen wird. Der Score setzt sich zusammen aus drei Messgrößen: Fan/Follower-Anzahl, eigene Aktivität (Anzahl der Tweets/Postings) und Faninteraktion (Retweets, Likes, Kommentare). Klingt gut – ist es auch, wenn die Gewichtung stimmt. Und – surprise, surprise – das Ranking birgt so manche Überraschung (ein Blick lohnt sich)!

Im Spitzenfeld findet sich KTM (KW 1 Platz 1, KW2 Platz 3). Wenn man sich die Aktivitäten der Marke allerdings genauer anschaut, fragt man sich schnell, ob mehrere Wall-Postings pro Tag nicht schon hart an der Grenze zu Spam sind. Will man an einem Samstag wirklich 5 mal etwas über seine Lieblingsmotorradmarke lesen? Und ist es überhaupt sinnvoll, auf Facebook und Twitter exakt die gleichen Inhalte zu spreaden?

Offensichtlich gewichtet die Methodik des Rankings die eigene Aktivität der jeweilige Seite besonders hoch. Eine weitere offene Frage ist, ob Twitter nicht stark überbewertet wird – beispielsweise schafft es der zweifelsohne lesenswerte Armin Wolf mit seinen Tweets auf Platz 7 in der Gesamtwertung des Rankings, und das ohne auf Facebook aktiv zu sein.

Dabei ist Twitter in Österreich nach wie vor nicht sonderlich weit verbreitet: Laut Social Media Radar hat Facebook aktuell 2.249.420 aktive Nutzer, Twitter hingegen magere 12.708!

Social Media Radar Twitter Nutzerzahlen

Social Media Radar Twitter Nutzerzahlen

Nach den Ausflügen in Rankings, Methoden und Zahlen nun aber zurück zur eigentlichen Frage:

Welches Posting-Intervall ist nun ideal?

Die ultimative Formel dafür gibt es wohl nicht. Unsere Agenturempfehlung für Facebook Unternehmensseiten lautete bisher: 2-3 Postings pro Woche, und nur wenn entsprechend relevanter Content verfügbar ist (Medienunternehmen unterliegen dahingehend naturgemäß anderen Gesetzmäßigkeiten).

Wie eine Studie von Dan Zarella, Autor des Buches „The Facebook Marketing Book“ zeigt, ist diese Einschätzung gar nicht so falsch:

Er hat über 2.600 Fanpages untersucht und folgendes herausgefunden: 1. Seiten, die seltener als 1x täglich posten, erhalten die meisten Likes 2. Die Anzahl der Likes geht stark zurück, wenn die Seite öfter als 3x täglich postet.

Effect of Posts by Dan Zarella

Effect of Posts Per Day on Page Likes by Dan Zarella

Bei genauerer Betrachtung der Seiten mit weniger als einem Posting pro Tag stellte er fest, dass Seiten, die jeden zweiten Tag posten, die im Verhältlnis zur Fanzahl meisten Likes bekommen – ergo die höchste Interaktionsrate vorweisen.

Effect of Posts by Dan Zarella

Effect of Posts by Dan Zarella

Was lernen wir daraus?

  • Das neue Social Media Ranking hat (noch) ein Gewichtungsproblem
  • Man sollte sich nicht dazu hinreißen lassen, häufiger zu posten nur um im Ranking zu steigen
  • Mehrere Postings pro Tag werden weniger „geliked“
  • Wenn man öfter als jeden zweiten Tag was zu sagen hat, sollte es für die Fans wirklich relevant sein

Social Media Vortrag @ WU Wien: OMG what happened…?!

… and what should I do? Unter dem Motto des gleichlautenden E-Books präsentierten Roland Trnik und Hanna Spegel am 12.1.2011 an der WU Wien einen kurzen Einblick in das Thema Social Media. Im spacigen CampusLab Demoraum mit High-End Raumtechnik (4×1,5m Präsentationsscreen!) stellten die SPiNNWERKerInnen auf Einladung von Dr. Gerhard Furtmüller am Institut für Change Management und Management Development Zahlen und Materialien zur Nutzung sozialer Netzwerke in Österreich und Praxisbeispiele vor.

Roland Trnik & Hanna Spegel an der WU Wien

Roland Trnik & Hanna Spegel über den sozialmedialen Status Quo (12.1.2011, WU Wien)

Interessantes Detail: Bei der einführenden Frage an die Zuhörerschaft über die Nutzung von Twitter / Facebook / Mobiltelefonen war Ersteres gar nicht vertreten. Facebook hingegen wird – wie zu erwarten – von 100% der anwesenden Studierenden genutzt. Die vielen interessierten Fragen im Anschluss haben allerdings gezeigt, dass großes Interesse an der Thematik sowohl aus der persönlichen Erfahrung als auch im Unternehmens-Kontext besteht.

Die Präsentation sowie sämtliche Buch-/E-Book- & Blogempfehlungen sind in dieser Prezi zu finden:

Buzzattack: Digitale Reputation für Einsteiger

OH! Himmel

Rosige Zeiten für Buzz Marketing? Oder nur bei Betrachtung durch die rosarote Werber-Brille? Der Himmel über Wien versprach jedenfalls gute Aussichten. (c) OH! Photography

Buzzattack! Die ausverkaufte Buzz-Marketing-Konferenz zum Thema Digitale Reputation fand am 19.10.2010 am Kahlenberg bei Wien statt. Werbefachleute, KommunikationsexpertInnen, HR- & PR-Verantwortliche sowie interessierte Medienmenschen beschäftigten sich einen Tag lang mit integrierter Online-Kommunikation und digitaler Identität in Zeiten von Social Media.

Opener: „Um echte Menschen zu treffen, gehe ich ins Kaffeehaus“.

OH! iPad Faces

iPad Faces. Echte Menschen? (c) OH! Photography

Sabine Hoffmann, Veranstalterin der Buzzattack! und Geschäftsführerin von ambuzzador, eröffnete die Konferenz mit einem Intro der Science Busters über Social Media:

Ihre darauffolgende Einführung zu Buzz Marketing spannte den Bogen von partizipativen Medien sowie Influencers und Communities über Social Service Rooms bis zu einer neuen Social Media Studie. Dann wurde die Bühne für die Speaker freigegeben – 4 Themenblöcke mit jeweils 3 Vorträgen. Dichtes Programm für knapp 8 Stunden Buzz.

1. Digitale Reputation: „Der Kreis des Vertrauens wird erweitert.“

Nach dem Opening durch Dr. Harald Katzmaier (CEO FAS.research) über Social Network Analysis erteilte Mag. Charlotte Hager (CEO comrecon und repconsult) eine Einführung zu Reputationsmanagement in  5 Steps:

  1. Diagnose: Evaluierung, Ist-Situation erheben
  2. Strategie: Definition, Defizite und Lücken erkennen, Ziele formulieren
  3. Manual: Konzeption, Maßnahmenkatalog, Implementierung
  4. Steuerung: Realisierung, Anpassung, langfristige Bindung
  5. Control: Überprüfung, Monitoring

Nach ihr übernahm Loic Moisand (CEO synthesio SAS) und sorgte für einen ersten Höhepunkt. Er stellte 4 Typologien von Marken in Social Media vor (Boring / Functional / Exciting / Vital Brand) und rät: „Know your brand’s social profile to drive your digital strategy“. Eine wahre Aussage, nachdem Social Media Engagement nur in Abstimmung mit einer konsistenten Kommunikationsstrategie langfristig erfolgversprechend sein kann.

Als Anti-Beispiel für die „Boring Brand“ stellt er comparethemarket.com vor:

2. Digitale Identität: „(Shameless) Self-Promotion.“

Der zweite Block wurde von Rainer Novak (Die Presse) stellvertretend für Michael Fleischhacker eröffnet. Authentizität und Relevanz sind für ihn die wichtigsten Eigenschaften eines guten Blogs; im Gegensatz zu weitverbreiteten Ich-Kolumnen und der öffentlichen Besprechung von Befindlichkeiten. Sehr wohl Ich-zentriert, allerdings im Sinne von Narzissmus vs. Notwendigkeit: Niko Alm (Geschäftsführer Super-Fi GmbH) mit seinem Input über mehr oder weniger shameless Self-Promotion. Er beschreibt Community Driven Communication „The Medium is the Messenger: Das Medium, das mich berührt, ist der Botschafter selbst“ sowie die Morphologie dieser Ich-Medien: „Wir sind alle ein Medium, teilen Inhalte, haben Zielgruppen, Reichweite und mehr oder weniger Relevanz.“. Während Reputation kontinuierlich und bestenfalls im Kontext mit einem Thema aufgebaut werden muss, existiert Relevanz nur temporär.

Der anschließende rechtliche Teil der Buzz-Konferenz wurde von Mag. Wolfgang Renzl (Anwalt für Medien- und Immaterialgüterrecht) eingebracht, er erklärte private und kommunikative Persönlichkeitsrechte in Social Media – von Contentproduktion und Kommunikationsfreiheit bis zum Rechtsgrundsatz „audiatur et altera pars“: Sachliches Entkräften von emotionalen Untergriffen bzw. Deeskalation und das Lernen von Kritikfähigkeit sind für ihn wichtige Steps in der sozialmedialen Kommunikation.

3. Digitale Markenführung: „Social. Simple. Speed. Share.“

Die groß angekündigte Östereich Premiere von Facebook in der Person von F. Scott Woods (Facebook Germany GmbH) war leider enttäuschend – ausschließlich Werbemöglichkeiten wurden präsentiert am Beispiel von Großkunden wie Starbucks, Coca Cola & internationaler Fluglinien. In wie weit sich die Kampagnen solcher Power-Brands für das Social Media Engagement mittelständischer Unternehmen eignen, ist fraglich. Nichtsdestotrotz hat Woods 4 Tipps für eine erfolgreiche Facebook Präsenz parat: Social. Simple. Speed. Share. Zu Deutsch: Sie sollte ein soziales Erlebnis darstellen, einfach zu erfassen sein, technisch funktionell & schnell zu laden und unkompliziert zu teilen sein.

„Glaubwürdigkeit und Vertrauen als Basisgrößen für Reputation im Social Web“ besprachen Mag. Sieglinde Martin & Dr. Stefan Wehmeier (FHWien-Studiengänge der WKW, KOMM) – wie weit die Glaubwürdigkeit in diesem Fall geht, wenn der Vortragende selbst ein Facebook-Verweigerer ist, bleibt dahingestellt.

Kodaks multinationale Social Media Kampagnen unter dem Motto „You press the button, we do the rest“ (zB der via Email fütterbare digitale Fotorahmen) stellte Madlen Nicolaus (Social Media Managerin Kodak EAMER) vor. Und Mag. Thomas Mayer (Senior Brand Manager T-Mobile Austria) versteht unter Social Campaigning das „zusammen-buzzen“ von Charity und Werbung.

4. Integrierte SoM Communication: „Zwischen Sinn und Unsinn.“

Den Sinn des sozialmedialen Lebens zu erforschen war der Auftrag an den letzten Session-Block. Den Start machte ein Video-Vortrag von Bob Pearson (ehem. VP Dell für Community & Conversations, jetzt Chief Technology & Media Officer, WCG), der leider auf Grund der schlechten Audioqualität kaum zu verstehen war. Betriebswirtschaftliche Aspekte des Reputationsmanagement beleuchteten Mag. Martin-Hannes Giesswein (Country Manager NOKIA Österreich) und Erich Morawek, MBA (Society for Management and Internet). Social Media im Personalmarketing samt Do’s and Don’ts brachte Robindro Ullah (Referent Hochschulmarketing DB Mobility Logistics AG) sympathisch & ehrlich, angereichert mit Monitoring-Einblicken in die Online-Aktivitäten der Deutschen Bahn.

Fazit: Einführungsveranstaltung, die hoffentlich Lust auf mehr macht.

Manch Teilnehmer sprach von einer Konferenz „Von Experten für Experten“ – wo ich nur bis zu einem gewissen Grad zustimme. Es war eine Einführungsveranstaltung von Social Media Marketers für Werbe- bzw. Kommunikationsfachmenschen, die sich bisher nur wenig bis kaum mit Social Media im professionellen Kontext auseinandergesetzt haben, und sich daher Best Practise Beispiele und Handlungsempfehlungen abholen wollten. Das wurde v.a. bei den Meldungen aus dem Publikum – wenn überhaupt vorhanden, im Gegensatz zu offeneren Eventformaten wie Barcamps oder Unconferences – offensichtlich: „Können auf Facebook Places auch Unternehmen Orte eintragen, oder nur User?“ Ein Beweis dafür, dass noch kaum bis gar keine Auseinandersetzung mit aktuellen Trends wie beispielsweise LBS stattgefunden hat. Bleibt zu hoffen, dass die Buzzattack! dem bzw. der ein oder anderen Werbeverantwortlichen Lust auf mehr gemacht hat – und somit einen weiteren Milestone gesetzt hat in Richtung sozialmedialem Marken-Engagement mit dem Ziel einer transparenten, authentischen und userorientierten Kommunikationsstrategie.

Stichwort Buzz: Einen detaillierten Rückblick gibt es bei der veranstaltenden Agentur ambuzzador samt Fotostream und allen Vortragsunterlagen. Währenddessen erschien ein „fast“ Live-Bereicht in der futurezone. Johannes N veröffentlichte seine Gedanken dazu gleich am Abend des Events, Oleksandr Hnatenko seine visuellen Impressionen im OH! Blog, Maximilian Mondel auf b24.at, Martin Mühl via helgepayer.com. Bei Mediapartner The Gap resummieren Nuri Nurbachsch in seiner Kolumne sowie noch ein Martin Mühl. Das trotz mangelhaften WLAN & Netz-Empfangs muntere Gezwitschere findet sich chronologisch mittels Twitter Search und angereichert via Twazzup, die angemeldeten Twitterati des Events auf Lanyrd.

Twazzup Buzzattack

Twazzup aggregiert die Twitteraktivitäten zu einem Keyword oder Hashtag, in diesem Fall #buzzattack10

PS: Für die frühmorgendliche Anfahrt auf den Kahlenberg verkündete Günter Strobl auf Twitter eine Mitfahrgelegenheit im Elektroauto TH!NK, die ich in Anspruch nehmen durfte. Danke dafür und ein Hoch der gelebten sozialmedialen Interaktion – in Sachen Vernetzung und Ressourcenschonung 🙂