Mit 180 Sachen ins Fanlover-Herz

Unsere #Fanlover-Serie geht nun rasant weiter – und zwar mit der österreichischen Automobilbranche. Natürlich ist der Markt etwas größer, um es aber kurz und knackig zu halten, habe ich mir die bekanntesten Autohersteller ausgesucht und diese wie gewohnt anhand ihres Social Media Auftrittes analysiert. Von „Aus Liebe zum Automobil“ bis „Vorsprung durch Technik“ wissen die Autoriesen wie man nette Slogans verfasst. Aber haben sie selbst den Vorsprung durch Communitymanagement für sich entdeckt?

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Ganz klar: Der beliebteste Automobilhersteller Österreichs ist Volkswagen. Anhand dieser KPIs lässt sich der aktuelle Diesel-Skandal aber nicht direkt erfassen, der im Netz bekanntlich sehr große Kreise gezogen hat und immer noch zieht. Dieser Vorfall hat wohl indirekte Auswirkungen, da es seit Oktober wesentlich weniger Postings auf der Facebookseite gibt als zuvor. Alfa Romeo hingegen hat zwar die kleinste Fanbase, kann aber mit Abstand die erfolgreichsten KPIs vorweisen. Allgemein kann man sagen, dass die Automobilbranche bis dato die besten Kennzahlen aus unserer gesamten #Fanlover-Serie einfährt. Sind Autos eventuell der neue Cat Content? 😉

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Mini ganz Grande! Mit einem Servicelevel von 97% und einer Antwortzeit von elf (eigentlich ein trauriges Ergebnis!) Stunden rast der Flitzer den Konkurrenten fanlover-mäßig davon. Volkswagen und Opel lassen mehr als jeden zweiten Beitrag unkommentiert stehen und Toyota lässt die Fans zusätzlich 297 Stunden (das sind knapp 13 Tage!) auf eine Antwort hoffen. Autsch! Am fleißigsten postet Mercedes, was sich positiv auf die organische Reichweite auswirkt. Es ist jedoch darauf zu achten, dass man mit zu vielen Posts pro Tag die Fans nicht nervt und somit einen „Unlike“ riskiert.

Mit welchem Fanlover-Tempo fahren die Autohersteller durch’s Netz?

Beginnen wir gleich mit Volkswagen: Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Konkurrenten in ihrer Content Planung nicht bemerkenswert. Alle Facebook-Seiten scheinen einem Hochglanzmagazin entsprungen zu sein. Alle betonen ihre langjährige Erfahrung sowie Tradition und „frischen“ das ganze mit ihren Rennfahrzeugen auf. Bei VW findet man aber auch „nicht getunte“ Beiträge, wie die von Fans oder von Automessen und eine unterhaltsame Posting-Serie „Dinge, die Mütter und Väter nie sagen würden. Es wird auch versucht, proaktiv Kunden über den Diesel-Skandal aufzuklären, Stellung zu beziehen und Service anzubieten. Good job! Anscheinend kam der Blogbeitrag von meinem Kollegen Hannes recht gut an, da auch viele tolle Videos die Wall der VW-Seite verzieren. 🙂

Von den eben genannten typischen Content Säulen hält sich Mercedes Benz am ehesten an diese. Wunderschöne, bearbeitete oder in Szene gesetzte FotosProduktvideos mit viel Motorschnurren und Tradition – abgerundet durch Aufrufaktionen für Fans, ihre eigenen Autos zu fotografieren und zu posten. Perfekt für einen Instagram-Account, findet ihr nicht auch? 😉

Mini bedient sich ebenfalls schöner Bilder, Produktvideos, aber auch feinem Fun Content, um die jüngere Zielgruppe entsprechend zu erreichen.

Jung & witzig gibt sich Opel auf deren Facebook-Seite. Mit liebevollen Sprüchen versuchen sie zu emotionalisieren, mit #ADAMROCKS zeigen sie wie cool sie sein können und mit ihren Rennwagen wie wild sie nicht sind. Wenn sie doch nur auch etwas rasanter im Beantworten von Fanbeiträgen und -kommentaren wären…

Fazit:

Obwohl die Autohersteller recht gute Ressonanz auf ihre Postings erhalten und die Fans ihre Autos voller Stolz posten wird das Community Management eher mäßig bis gar nicht betrieben. So wird eine Two-way-communication-Plattform leider nur einseitig genutzt, was natürlich bequemer für den Anbieter, aber nicht zielführend ist. Wie immer ist somit zu sagen, dass, wenn man eine perfekte Social Media Präsenz haben möchte, man seinen Fans zuhören UND ihnen antworten muss, um ihnen ein gutes Gefühl zu geben! Positiv ist aber natürlich noch zu erwähnen, dass eigentlich alle Kontrahenten es schaffen aus leblosen Maschinen unterhaltsamen, interessanten und natürlich schönen Content zu kreieren, während der Fokus ganz klar auf Produktposts liegt. I like!

Somit gibt es als Abschluss noch eine kleine Galerie mit gelungenen Posts:

 

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