Real-Time Marketing – The Real Shit?

Beinahe jede Firma macht inzwischen „irgendetwas mit Social Media“ und die Fans wollen bei Laune gehalten werden. Es reicht nicht mehr, plumpe Werbung rauszuschmeißen. Postings wollen gut überlegt sein, auf die Fangemeinschaft abgestimmt, für sie relevant und die Fans miteinbeziehend. Mehr als 90 Prozent aller Konsumenten haben sich schon einmal von einer Firma abgewandt, weil sie für sie irrelevante Nachrichten und Werbung erhalten haben.

Wie geht man es also richtig an?

Die nötigen Ressourcen sind Kreativität, Spontanität und schnelle Reaktion, und am allerwichtigsten die Fähigkeit Gelegenheiten zu erkennen und zu nutzen. Marketing wird immer schneller und wer da nicht mithält, hat klar verloren. Kunden wollen Aufmerksamkeit, Rückmeldung und Wertschätzung, und all das am besten möglichst schnell, denn unzufriedene Kunden äußern ihre Unzufriedenheit auch. Aber gerade dieses unmittelbare Feedback ist es ja, was Social Media so spannend macht.

OreoDas vermeintliche Zauberwort des schnellen Marketings heißt Real-Time Marketing (RTM), also Marketing in Echtzeit. Aber Vorsicht, wie alles, das zwar wahnsinnig toll funktionieren kann, kann es auch genauso extrem nach hinten losgehen. Wenn ich als Firma nichts zu sagen habe, sollte ich es auch lassen.

Bestes RTM Beispiel ist ein Spontan-Tweet Oreos, als Reaktion auf einen Stromausfall beim Super Bowl 2013, der um die ganze Welt ging.

Viele Nachahmer folgten, beinahe jedes Ereignis wird nun von zig verschiedenen Firmen aufgegriffen und verarbeitet.

Wie definieren Marketer RTM?

Eine Studie von Evergage und The Realtime Report im Februar ergab, dass 76 % der weltweiten Marketer unter Real-Time Marketing  personalisierte Inhalte verstehen, die auf Interaktion mit dem Kunden abzielen. Klar, dass hier Social Media als häufigst genutzter Kanal dafür mit 48 % genannt worden ist. Dicht dahinter sind Websites mit 45 % und E-Mail mit 39 %.

Lufthansa_RealTimeMarketing

Für 88 % aller Marketer ist Real-Time Marketing ein Bestandteil ihrer Werbepläne in 2014, 76 % sind schon jetzt auf den Zug aufgesprungen und haben die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben können, erkannt.

Nach dem gestrigen WM-Sieg Deutschlands, postete die Lufthansa ein nettes Beispiel guten RTMs. Zwar hatten sie natürlich im Vorfeld ein paar Tage Zeit dieses zu planen und war nicht ganz spontan, aber trotzdem zeigt es, was ideenreiche Postings auf aktuelle Ereignisse können.

Auch wir betreiben Real-Time Marketing. Schnelle Reaktion auf Kundenfeedback,  Wünsche und kundennahe und aktuelle Postings sind für uns selbstverständlich, aber auch RTM im eigentlichen Sinne, also Marketing als Reaktion auf spontane Ereignisse, darf bei uns nicht fehlen.

Aktuellstes Beispiel ist hier die Fußball-WM und der inzwischen weltbekannte Biss von Uruguays Spieler Suarez und der Hattrick des Schweizer Spielers Shaqiri, den wir gleich nach Spielende auf der Wall unseres Kunden Knorr Schweiz mit einem Posting feierten.

Zusammengefasst sei also gesagt, dass Real-Time Marketing ein Muss ist, wenn man mit der Konkurrenz mithalten will, aber alles im richtigen Maß und ohne dabei zu vergessen, dass schon so einige RTM-Maßnahmen gewaltig gescheitert sind.

Und zum Schluss noch eine bildliche Zusammenfassung der oben genannten Studie von Evergage und The Realtime Report:

 

 

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