Die erste HOCHRECHNUNG: Wer hat den Social Media Wahlkampf gewonnen?

Österreich wählt heute ein neues Staasoberhaupt, bzw. zwei Bewerber die dann 4 Wochen später in die Stichwahl kommen werden.

Für mein heutiges Summary der letzten Wochen und Monate stellte ich mir die Frage wie das plattformübergreifende Gesamtbild aussieht? Wer konnte die meisten Menschen erreichen und am WählerInnenmarkt die meiste Interaktion für sich verbuchen? Liegen die KandidatInnen auch hier im Trend der meisten Meinungsumfragen und der Google Trends die allesamt Alexander van der Bellen in Front sehen?

Die Antwort darauf hab ich gleich für Sie, zuvor lasse ich aber nochmal Revue passieren wie sich die Performance auf den einzelnen Plattformen seit Jahresbeginn entwickelt hat. Wie immer war mir dabei mein Lieblingsanalysetool Fanpagekarma behilftlich.

 

Facebook

Alexander van der Bellen startete hier einem großen Vorsprung in Rennen. Anderes als das restliche Bewerberfeld war er schon vor der Kandidatur auf Facebook aktiv und verfügte damit schon vom Start weg über eine entsprechende Fanbase. Er bekommt auch die meiste „Fanpost“ und seine Seite fällt mit dem besten Servicelevel und einer sehr kurzen durchschnittlichen Antwortzeit auf.

Norbert Hofer ermöglicht es Usern erst gar nicht auf seine Wall zu posten und bekommt somit auch keine Fanpost. Er lieferte aber ansonsten eine rasante Aufholjagd und geht zum Wahlkampffinish nicht nur mit den meisten Fans, sondern auch mit einer absoluten Mehrheit an Interaktionen ins Ziel. Die übrigen Kandidaten fallen zumindest bei Betrachtung der KPIs nicht wirklich auf.

 

Instagram

Wird nur von Alexander van der Bellen, Norbert Hofer und Richard Lugner genutzt. VDB führt hier bei allen Werten haushoch und gewinnt das Match um diesen Kanal klar.

Twitter

Irmgard Griss twittert zwar von allen KandidatInnen am fleißigsten, bei allen anderen wichtigen Messwerten hat aber auch hier Alexander van der Bellen die Nase klar vorne. Norbert Hofer hat zwar mehr Follower als Irmgard Griss, bekommt hier aber – ganz anders als auf Facebook – deutlich weniger Interaktion.

Youtube

Bei oberflächlicher Betrachtung gewinnt Richard Lugner das Match um diesen Channel. Saldiert man aber Likes und Dislikes, hat Lugner den größten Negativsaldo. Nach ihm die meisten Views verzeichnet Rudolf Hundstorfer, allerdings auch mit einem Negativsaldo aus Likes und Dislikes. Einen positiven Saldo haben auch hier die drei Favoriten für die Stichwahl: Norbert Hofer, knapp vor Alexander van der Bellen, gefolgt von Irmgard Griss.

 

Wie schaut das Rennen nun plattformübergreifend aus?

Anders als Google Trends und die meisten Meinungsumfragen, zeigt die plattformübergreifende Analyse von 934.746 ausgewerteten Interaktionen in Form von Shares, Retweets, Likes, Dislikes und Kommentaren nicht Alexander van der Bellen als Frontrunner. Norbert Hofer kann mit 52% eine absolute Mehrheit an Interaktionen verbuchen. VDB folgt ihm mit 22,97% Alle anderen KandidatInnen kommen nur auf einen einstelligen Marktanteil bei den Interaktionen. Interessanter Weise liegen Sie in der Reihenfolge wie in praktisch allen Umfragen: Griss 9,12%, Hundstorfer 6,74%, Khol 5,56 und Lugner 3,47%.

Anteil an Gesamtinteraktionen

Anteil an Gesamtinteraktionen

Auch meine (qualitative) Bewertung für den Kurier bestätigt den Trend zu drei Frontrunnern

Alexander van der Bellen ist von allen Kandidaten in Sachen Social Media am besten aufgestellt. Umso erstaunlicher, dass man es verabsäumt hat gegen die Aufholjagd von Norbert Hofer auf Facebook gegenzusteuern. Wie schon in meiner ersten Bewertung angemerkt, vermisse ich direkte Ansprache und Austausch mit den Usern. Sein Team macht aber beim Beantworten von Userposts den besten Job.

Irmgard Griss ist auf den von ihr bespielten Kanälen die wahrscheinlich Fleißigste, wendet sich auch persönlich an die NutzInnen ihre Channels und setzt stark auf Inhalte. Umso erstaunlicher, dass man sich gegen eine Nutzung von Instagram oder z.B. auch Snapchat entschieden hat um junge Wählergruppen zu erreichen.

 


Norbert Hofer
ist wie von der FPÖ gewohnt gut darin Content zu liefern der zu viel Interaktion und Reichweite führt. Einen echten Dialog führt man aber nicht bzw. versucht man sogar zu unterbinden, #notsosocial aber erfolgreich.
Weniger erfolgreich die drei übrigen Kandidaten:

Andreas Kohl glänzt auf Twitter und Instagram mit Abwesenheit. Tritt auf Facebook dafür persönlich auf. Insgesamt hat man aber Social Media als Wahlkampftool eher vernachlässigt.

 


Rudolf Hundstorfer
kam mit seinem Social Media Wahlkampf nie so recht vom Fleck, nutzt die Möglichkeiten der diversen Plattformen nicht entsprechend aus und braucht am längsten bei der Beantwortung von Fanposts.

 


Richard Lugner
s Wahlkampfstrategie dürfte zumindest anfang „Auffallen um jeden Preis“ gewesen sein. Zumindest auf Youtube ist ihm das gelungen…

 

 

Summary

Auch 8 Jahre nachdem Barack Obama seinen ersten Wahlkampf mit Hilfe von Social Media gewonnen hat, hat man hierzulande immer noch nicht gelernt einen wirklich professionellen Social Media Wahlkampf zu führen. Niemand wendet sich regelmäßig direkt an seine Fans und Follower. Die Trend-Plattform der Stunde Snapchat wird erst gar nicht genutzt. Dabei würde man hier wahrscheinlich schon mit bloßer Präsenz positiv auffallen und junge WählerInnen erreichen können. Auch das in Österreich zweitgrößte Social Network Instagram wird nur von einem kleinen Teil und davon wiederum nur von VDB professionell eingesetzt. Warum wirft man nicht mal einen Blick über den großen Teich und schaut sich an wie geschickt und umfangreich dort Social Media Plattformen (ja auch Snapchat!) im aktuellen Vorwahlkampf genutzt werden?

Das Social Media Rennen um die Hofburg

Letzte Woche habe ich mir angeschaut wie sich die BewerberInnen auf Facebook geschlagen haben. Bevor ich verrate was sich hier seither getan hat, werfe ich diese Woche einen Blick auf die Performance der Instagram und Twitter Aktivitäten der KandidatInnen. Auch diese Woche verwende ich dazu mein Lieblings-Analysetool Fanpagekarma.

 

Instagram

Erstaunlicherweise nutzen nur Alexander van der Bellen, Norbert Hofer und Richard Lugner die vergleichsweise junge aber mittlerweile doch zweitgrößte Social Media Plattform in Österreich. Von oder für Irmgard Griss wurde zwar ein Profil angelegt, das aber inaktiv und auf privat gesetzt ist. Interessant, dass man bei vdb im Gegensatz zum Facebook Auftritt auf Instagram per Du mit den UserInnen ist.

Norbert Hofer verzichtet hingegen gänzlich auf Texte zu seinen veröffentlichten Bildern und auch vom auf der Plattform üblichen und wichtigen Einsatz von #Hashtags macht er nicht Gebrauch.

Die Performance der Bewerber lässt sich hier kurz zusammenfassen: van der Bellen liegt hier bei allen wichtigen Werten von der Followerzahl, über Engagement und Wachstum, bis zur absoluten Anzahl an Interaktionen, weit vor Norbert Hofer und Richard Lugner.

Twitter

Hier sind außer Andreas Khol alle vertreten und so unterschiedlich die BewerberInnen, so unterschiedlich schauen die einzelnen Werte aus.

Alexander van der Bellen hat die mit Abstand meisten Follower und kann die meisten Retweets verzeichnen. Bei der Engagement- und Interaktionsrate liegt Rudolf Hundstorfer vorne, gleichzeitig hat er aber auch die kleinste Followerschaft.

Am fleißigsten getweetet wird von Irmgard Griss, die auch bei den Likes die Pole Position einnimmt.

Norbert Hofer hingegen ist fleißig am Retweeten vieler Inhalte ohne erkennbarem Bezug zu ihm oder dem Wahlkampf wie z.B. Vintage Aufnahmen von @oldpicsarchive . Richard Lugner hingegen ist hier weniger fleißig am tweeten. Sein letzter Tweet stammt vom 19.3. unteranderem deshalb fliegt er hier mit seinen Aktivitäten weitgehend unter dem (Wähler)Radar.

Was hat sich auf Facebook seit letzter Woche getan?

Alexander van der Bellen und Irmgard Griss haben Facebook live eingesetzt, leider nicht wirklich zur persönlichen Interaktion mit den Fans.

Außerdem verbucht Norbert Hofer nun neben den meisten Interaktionen auch die meisten Fans und hat Alexander van der Bellen überholt.

 

Meine Bewertung in Form von Daumen

…und meinen Tipp der Woche an die KandidatInnen, gibts auf Kurier.at

 

Facebook Reactions: Liebe auf den ersten Klick!

Kommen wir heute zu einem Thema, das nicht nur die Facebook-User auf der ganzen Welt in helle Aufregung versetzt hat, sondern zudem auch noch genau in die Kerbe der SPiNNWERK-Philosophie zu schlagen vermochte: Die Liebe!

…und andere Emotionen, versteht sich. Wir reden natürlich von der ersten tatsächlich großen Neuerung, die sich beinahe unerwartet zwischen einer wiederholten Änderung der Facebook-Cover Imagesize und der Optimierung des „Kennst du auch…“ Algorithmus ereignet hat: Der Einführung von Reactions als Erweiterung des beliebten aber auch langweilig gewordenen „Like“.

Ende Februar wurden die Reactions auf Facebook weltweit ausgerollt und den Nutzern die Möglichkeit, auf Inhalte nicht nur mit einem “Like”, sondern auch individuell mit einem “Love”, “Haha”, “Wow”, “Sad – Traurig” oder “Angry – Wütend” zu reagieren gegeben.
Bisher verlautbarte Facebook, dass diese Reactions in der ersten Phase KEINEN Einfluss auf die Reichweite haben werden. Ganz egal ob „Wow“, „Like“ oder „Love“ – für die erste Phase der Reactions ist es irrelevant, welche Interaktion der Fan durchführt.

Fanpagekarma hat nun die erste Analyse zu diesen Reactions veröffentlicht, bei der 1,2 Millionen Posts mit Daten von über 40.000 Facebook Pages weltweit ausgewertet wurden:

Reaktionen werden deutlich weniger genutzt als ein gutes altes Like – Daumen hoch gibt es immerhin noch 20 Mal häufiger im Vergleich zu den neuen Reactions.

Facebook-Reactions-01
Mit einem Anteil von 45% ist „Love“ die beliebteste Reaction der Facebook-Nutzer. „Haha“, der laut lachende Smiley, kommt mit Respektabstand auf 23%, gefolgt von „Wow“ mit 13% Anteil. Die beiden „Traurig“ und „Wütend“ Reactions bilden das Schlusslicht mit jeweils 10%.

Facebook-Reactions-02

Emotionen, die von Facebook-Seiten hervorgerufen werden, scheinen vor allem zwischen den zwei Extremen Liebe (28% der Posts) und Wut (27%) zu schwanken. Ungefähr 17% der Posts entlocken der Fanbasis ein „Haha“, werden also als lustig wahrgenommen. Bei 15% der Beiträge ist sich die Mehrheit über „Sad“ als angemessene Reaction einig, während es gerade einmal 12% des Content schaffen, die User zu überraschen und ein „Wow“ zu generieren.

Das Ergebnis dieser Analyse ist äußerst spannend, denn emotionale Posts erhalten eine 2-3 mal höhere Reichweite als Posts die fast nur Likes erhalten!

Facebook-Reactions-03

Die höchste Reichweite haben Posts, die vor allem Love- und Haha-Reactions hervorrufen. Die Reichweite ist 3,2-mal so hoch wie bei Posts, die fast nur Likes einsammeln. Ähnlich erfolgreich sind Posts, zu denen viele User „Wow“ sagen. Vor allem Videos, die viele „Wow“s erhalten, werden wesentlich häufiger angesehen. Die meisten Klicks auf Links können „Sorry“ bzw. „Traurig“-Posts verzeichnen (im Durchnitt 4 Mal so häufig wie bei unemotionalen Posts) während die „Angry“ bzw. „Wütend“-Posts bei den Kommentaren klar vorne liegen: sie erhalten um 50% mehr Kommentare als Posts, die fast nur geliked werden!
Interessanter Fakt am Rande: Das Ergebnis der Analyse in Bezug auf die Beliebtheitswerte spiegelt genau die Reihenfolge wider, in der auch die Reactions auf der Facebook-Oberfläche angeordnet sind.

Diese Analyse zeigt klar und deutlich: Love wins!

Content auf Facebook sollte im Idealfall emotional sein.
…und dann am besten auch noch vorwiegend Love-Reaktionen hervorrufen, da derartige Posts 5,5 Mal häufiger geteilt werden als solche, die nur den guten alten „Daumen hoch“ erhalten. Umso mehr zeigt sich dadurch, dass all jene, die ihre Community hegen und pflegen und in der Content-Küche mit einer gehörigen Portion #Fanlove kochen, im Gegenzug auch mit der Liebe der Fans belohnt werden. Oder anders ausgedrückt: Wer ein bewusstes Maß an Emotionalität in seinem Newsfeed sät, der kann reichlich Aktivität seiner Fans ernten.

Unsere #Fanlover-Conclusio dieser Analyse lautet daher: make love not likes.

Wer gewinnt den Social Media Wahlkampf?

Die BundespräsidentschaftskandidatInnen und ihre Mühen im Social Web.

Der Kurier hat mich eingeladen die Social Media Performance der BundespräsidentschaftskandidatInnen zu bewerten. Einige Ergebnisse meiner Analyse haben mich dann doch ziemlich überrascht, aber dazu später mehr.

Spätestens seit Obama 2008, für viele überraschend, mit einem exzellent geführten Social Media Wahlkampf erst die Vorwahlen gewann und dann in weiterer Folge tatsächlich auch Präsident wurde, diskutieren Politbeobachter den Einfluss der Social Media Aktivitäten auf Wahlergebnisse.

8 Jahre später führen auch bei uns alle KandidatInnen ihren Wahlkampf auf Facebook und Co. Wie gut sie das schaffen und ob sie die Möglichkeiten des Social Webs auch wirklich voll nutzen, darf ich mir für Sie die nächsten 4 Wochen genauer anschauen. Heute starte ich mit einem Facebook Schwerpunkt und analysiere für Sie die wichtigsten Performance-Werte mit Hilfe des Social Media Monitoring Tools www.fanpagekarma.com

Wer hat die meisten Fans?
Hier ist Alexander van der Bellen, der als Einziger auch vor der Kandidatur einen Facebook Auftritt hatte, mit einem ordentlichen Vorsprung ins Rennen gegangen und liegt auch immer noch an erster Stelle. Über die stärksten Zuwächse darf sich hier aber Norbert Hofer freuen und auch Andreas Khol kann stark wachsen, während das restliche BewerberInnenfeld nur langsam zulegt.

BPW_Anzahl_Fans

Wie häufig wird gepostet?

BPW_Anzahl_Posts
Hier liegt Norbert Hofer mit 130 Posts innerhalb der letzten 28 Tage vorne, gefolgt von Irmgard Griss und Alexander van der Bellen. Ob diese hohen Taktzahlen von der NutzerInnenschaft auch gut angenommen werden, verrate ich etwas später 😉

Richard Lugner ist hier übrigens auffallend und für mich sehr überraschend recht zurückhaltend.

Wer hat die höchste Interaktion?
Die Postinteraktion ist ein sehr guter Messwert um zu beurteilen wie gut der Content von der NutzerInnenschaft angenommen wird.

BPW_Postinteraktion_gew

Setzt man also die Anzahl der Fans in Relation zu den Interaktionen mit den Posts der Kandidaten und gewichtet dabei Shares höher als Kommentare und Likes, schneidet Rudolf Hundstorfer am besten und der Umfragekaiser VDB am schlechtesten ab. Für die Social Media ManagerInnen Alexander van der Bellens sollten spätestens an dieser Stelle die Alarmglocken schrillen. Schaut man sich nämlich die historischen Daten der Seite an, stellt man fest, dass die Postinteraktion vor Beginn des Wahlkampfes deutlich besser war. Im September 2015, dem Monat vor der Wien Wahl, lag hier die gewichtete Postinteraktion bei 4,3% während man im März 2016 auf nur 1,2% kommt.

In absoluten Zahlen dominiert Norbert Hofer bei Likes, Kommentaren und vor allem bei den Shares vor VDB. Ein weiteres Warnzeichen für alle übrigen KandidatInnen, ganz besonders für den Favoriten VDB.

BPW_Interaktionen_kum

BPW_LikesBPW_KommentareBPW_Shares

Wie stark wird die Wall der Kandidatinnen genutzt?
Hier liegt Van der Bellen, vor Khol, Hundstorfer und Griss. Hofer und Lugner haben diese Funktion auf ihren Seiten gesperrt. Nicht wirklich „social“ also.

BPW_Fanposts

Der mit Abstand meiste Austausch unter den UserInnen findet auf der Seite von VDB statt:

BPW_Kommentare_an_Fanposts

Wie gut wird auf Wallposts eingegangen?

BPW_Reaktion_Fanposts

Hier liegt ebenfalls VDB vorne. Insgesamt aber ein äußerst ernüchterndes Bild. Im Schnitt wird von den BewerberInnen ums höchste Amt des Staates bzw. ihren Teams nur auf 36% der Userposts reagiert. Immerhin sind die Reaktionszeiten bei VDB, Khol und Griss mit round about 2h recht gut. Auf der Seite von Hundstorfer warten User im Schnitt 20 lange Stunden auf Antwort. Die Idee „Echtzeitweb“ ist hier nicht wirklich angekommen.

BPW_Antwortzeit

Wie persönlich oder „volksnah“ geben sich die Auftritte?
Neben all den Performance-Werten interessiert mich bei einer Persönlichkeitswahl aber vor allem wie nahbar, menschlich und persönlich sich die Auftritte geben. Erstaunlicherweise geht hier die Ausrichtung der Auftritte weit auseinander. Was ich dazu herausgefunden habe, wie viele Daumen ich den KandidatInnen gegeben haben und welche Empfehlungen ich für die AnwärterInnen haben, wird hier verraten.

Wie Schokoladenhersteller die Herzen ihrer Fans schmelzen lassen… oder auch nicht.

Das Osterfest naht mit großen Schritten und somit auch wieder eine sehr schöne Zeit im Jahr: die Schoko-Osterhasen-Zeit! Alleine in Deutschland wurden im Jahr 2015 über 213 (in Worten zweihundertdreizehn!!!) MILLIONEN Schokoladen-Osterhasen produziert.
Wir in Österreich naschen durchschnittlich im Jahr 9 Kilogramm Schokolade und einen nicht unwesentlichen Teil davon in Hasenform. Jedes Jahr zum Osterfest werden die süßen Hasen auch wieder diversen Tests unterzogen: vom Geschmack bis hin zu ökologischen und sozialen Aspekten. Gerade die sozialen Aspekte beim Genuss von Schokolade werden oft vernachlässigt: so arbeiten laut Presseaussendung der APA über zwei Millionen Kinder im Kakao-Anbau in Westafrika. In Ghana verdienen Kakao-Bäuerinnen und -Bauern rund 80 Cent am Tag, in der Elfenbeinküste rund 50 Cent. Die beim Anbau eingesetzten Pestizide schädigen KleinbäuerInnen, ihre Familien und die Umwelt. Umso wichtiger werden deshalb unabhängige Siegel – wie zum Beispiel das FAIRTRADE-Siegel, das UTZ-Siegel und das EU-Bio-Siegel.

Doch wie schneiden die Schokoladenhersteller im #Fanlover Test ab und wer bekommt unser #Fanlover Siegel? 

Ich habe für euch die wichtigsten KPIs für einen kleinen Social-Schokowettbewerb zusammengefasst und schnell erkennt man, bei wem nicht nur die Schokolade im Mund zu schmelzen beginnt, sondern auch die Herzen der Fans.

Schokolade_Ostern_Anzahl-Fans

Milka ist nicht nur am Markt vorne mit dabei, sondern auch bei der Anzahl der Fans auf Facebook. Obendrein ist Milka der einzige Schokoladenhersteller im Vergleich, der bei Facebook auf eine global page setzt. Den zweiten Rang kann bei den Fanzahlen kinder Schokolade einstreifen, gefolgt von der österreichischen Bio und Fairtrade Schokoladenmanufaktur Zotter.

Was das Engagement betrifft, kann die Confiserie Heindl bei den Fans am meisten punkten. Bei der Post Interaktion liegt Heindl nur knapp hinter Berger Feinste Confiserie. Da Berger im Engagement-Ranking eher weiter hinten anzusiedeln ist, geht hier Heindl ganz klar als Sieger hervor.

Schokolade_Ostern_Servicelevel

Zahlenmäßiger Sieger beim Servicelevel: Berger. Mit 0,06 Posts pro Tag und einem Besucherbeitrag in unserem Beobachtungszeitraum ist das allerdings keine große Meisterleistung. Da ist Milka definitiv trotz 87% Servicelevel der Schoko-Vorrang zu geben. Das Schlusslicht bildet beim Servicelevel allerdings Lindt. Alle Heindl-Fans müssen sich ganz besonders in Geduld üben: mit einer Antwortzeit von 240 Stunden bzw. satten 10 Tagen braucht man einen sehr langen Geduldsfaden oder sehr viel Schokolade als Nervennahrung. In Sachen Antwortzeit sieht es bei den Schokoladenherstellern generell wie der Geschmack einiger ihrer Sorten aus: ziemlich bitter. Milka und Zotter haben trotz trauriger 10 Stunden Antwortzeit die Schokohasen-Nase vorne. Zotter zeigt hinsichtlich der Posts pro Tag (sagenhafte 1,26!) den Fans auf Facebook seine Schokoladenseite.

Der Facebook-Auftritt von Lindt ist, wenn man etwas genauer hinsieht, fast ident zu seinen Schokohasen: außen gold aber innen hohl. Lindt betreibt wie bereits im vergangenen Jahr wieder die Lindt Goldhasensuche und das Lindt Goldhasenfest. Dafür wird auf Facebook auch kräftig die Werbetrommel gerührt und die Fans sind von der goldigen Hasenaktion begeistert. Auf Nachfragen und Unklarheiten oder generell jegliche Art von Kommentaren wird seitens Lindt jedoch wenig bis gar nicht reagiert.

Heindl lässt kurz vor Ostern seine Fans über den Inhalt des Osternests für verschiedene Produkte in separaten Posts abstimmen und damit gleichzeitig auch süße Gewinne erspielen. Die Idee selbst kommt auch bei den Fans ganz gut an, jedoch werden sämtliche Kommentare dazu einfach ignoriert.

kinder Schokolade produziert zwar auch Osterhasen, lässt das Osterthema auf der Facebook-Seite aber völlig außen vor. Der Fokus bei den Beiträgen liegt aber, wie der Name schon sagt, bei den Kindern. Wie immer kommen Schokoladengewinnspiele besonders gut an. Allerdings könnte sich kinder Schokolade die Mühe machen und mit den Fans ein bisschen interagieren. Zumindest die Besucherbeiträge werden hier schon eher beachtet.

Zotter bewirbt sein Ostersortiment zwischendurch, jedoch findet sich auf dieser Facebookseite auch sehr viel abwechslungsreicher Content: von Insights aus der Manufaktur, Schoko-Wissen über Gewinnspiele bis hin zu Produktvorstellungen. Zotter scheut sich nicht, auch aktuelle Themen anzusprechen. Zotter bemüht sich auch, den zahlreichen Fan-Posts gerecht zu werden und verteilt zumindest neben ein paar Kommentaren auch seine Likes.

Manner misst dem Osterfest auch keine größere Bedeutung bei und setzt bei seinem Content auf Wien-Bezug und aktuelles Zeitgeschehen. Kommentare der Fans werden auch größtenteils beantwortet und mit kritischen Besucherbeiträgen wird einigermaßen souverän umgegangen.

Milka bringt 2016 3 neue Schmunzelhasen und das alljährliche Oster-Löffel-Ei mit Gewinnspiel. Ansonsten findet man bei Milka einen schönen bunten Mix aus Produkten, Veranstaltungen, Aktionen und aktuellen Themen und sie sind hinsichtlich der Reaktion auf Kommentare der vorbildlichste Schokoladenhersteller in diesem Rennen.

Berger hat zwar reichhaltige Produkte, die spärlich mit Content ausgestattete Facebookseite lässt die Schoko-Fans aushungern. Zum Thema Ostern gab es bisher lediglich einen Post. Die MEISTEN Likes konnte Berger mit seinem Update des Coverfotos erzielen. Bei den Besucherbeiträgen spiegelt sich die Stimmung der Fans wieder: sie wollen und lieben Berger’s Schokolade.

Wie man sieht, geht in Sachen Community Management bei den Schokoladeherstellern ordentlich viel #Fanlove-Potential verloren.
Unser #Fanlover Siegel geht unter Einbeziehung sämtlicher Faktoren an… Zotter! Der abwechslungsreiche Content auf der Facebook-Seite und die Bemühungen, alle Kommentare und Anfragen seiner Fans zu beantworten, hat sich gelohnt.
Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber .. ich gönn mir jetzt erstmal eine Tafel Schokolade! 😉

Jedem Place seine Page

Wie wir wissen ist der wichtigste Faktor für den Erfolg im Facebook Marketing relevante Inhalte für die relevante Zielgruppe zum relevanten Zeitpunkt zu posten. Genau diesen Faktor können sich Unternehmen mit lokalen Standorten und einer fixen geographischen Adresse mittels Facebook Locations (früher Parent-Child genannt) jetzt zunutze machen: mit einzelnen Standortseiten können die greifbaren und potentiellen Fans im unmittelbaren Umkreis sehr effizient erreicht, angesprochen und aufmerksam gemacht werden.
Lokal agierende Unternehmen, Unternehmen mit mehreren Standorten und/oder Filialstrukturen können von den dabei entstehenden Chancen profitieren und die lokale Zielgruppe mit dem für sie relevanten Content einfangen: Bewerbungen regionaler Veranstaltungen, Aktionen, Events, individuelle Rabatte etc.

Beim Einsatz von Facebook Locations wird mit einer hierarchisch angelegten Struktur, die das Unternehmen repräsentiert, gearbeitet und für jeden Standort oder jede Filiale ein eigener Ort auf Facebook erstellt. Dieses Konstrukt aus Hauptseite (Parent) und Standortseiten (Childs) wird mit Facebook Locations unter einer Struktur zusammengeführt.
Unsere Kunden Media Markt Austria und Saturn Austria nutzen dieses, von uns aufgesetzte Feature als eine der ersten großen Brands in Österreich. Wir zeigen euch am Beispiel von Media Markt Austria, was genau dahintersteckt.

parentchild

Auf der Hauptseite (Parent) wird eine Karte integriert, welche die einzelnen, der Hauptseite zugeordneten Standorte (Child Seiten) in einer Karte darstellt.

Ist die Struktur einmal angelegt, wird ein neuer Tab „Standorte“ auf der Hauptseite angezeigt. Der User wird auf eine Map-App weitergeleitet, in welcher alle Filialen des Unternehmens aufgezeigt werden.

Standortkarte MM

Auf den einzelnen Standortseiten (Childs) ist die Zugehörigkeit erkennbar, unterhalb des Namens wird ein mit der Hauptseite verlinkter Zusatz, in unserem Fall “Media Markt Austria Ort”, sichtbar.

MM Standortseite

Außerdem sind auf der Standortseite (Parent-Seite) weitere Standorte in der unmittelbaren Nähe sichtbar.

MM Standorte in der Nähe

Standortseiten auf Facebook

Auf diesen Orts-Seiten auf Facebook können sich Fans „einchecken“ und ein Erlebnis mit ihren Freunden teilen. Für Unternehmen wird das besonders interessant, wenn zum Beispiel Kunden den Check-In dazu nutzen, um ihren Freunden mitzuteilen, dass sie sich gerade im Unternehmen befinden und beispielsweise ein Produkt des Unternehmens erwerben. Durch solche Check-Ins wird der Link zur Fanpage – somit vom Kunden selbst – über den Newsfeed von Facebook an sein Umfeld kommuniziert. Damit wird der Kunde zum Markenbotschafter und spricht eine persönliche Empfehlung aus, die bekanntermaßen weit größere Wirkung hat, als eine Werbebotschaft, die von einem Unternehmen ausgeht. Nicht nur die direkte Empfehlung ist ein Vorteil des Check-Ins, sondern auch ein Bewertungskriterium beim zukünftigen Fanpage Ranking.
Jeder Login am Ort des Unternehmens ist also auch eine Empfehlung der Person an ihren Freundeskreis und bringt dadurch die Mundpropaganda ins Netz.

 

Welchen Nutzen kann man also von dieser Struktur und den Orts-Seiten ziehen?

  • Gemeinsame Community mit kumulierten Check-Ins:
    Fans, die auf einer Child Seite bzw. einem Child Ort einchecken, werden automatisch auf der Parent Seite addiert. Allerdings werden die Fans von Child Orten nicht zur Parent Seite hinzugefügt!
  • Lokalisierung und Individualisierung:
    (= eigener Seitenname, eigene Kurz-URL, individuelles Titel- und Profilbild, eigene Chronik, Applikationen, kein Geo-Targeting für Beiträge notwendig, aber möglich) Mit einer breit gefächerten Hauptseite kann man sich auf überregionale Inhalte fokussieren, während die Ort- oder Child-Seite mit regionalem Bezug der Beiträge hervorgehoben und die Inhalte konkret auf die jeweiligen Nutzer ausgerichtet werden können. Jede einzelne Orts-Seite kann individuell auf die gegebenen Bedingungen angepasst und individualisiert werden, was ein noch besseres agieren auf die jeweilige Zielgruppe ermöglicht.
  • Einheitliches Branding und zentrale Verwaltung:
    Die Unterseiten lassen sich durch eine vereinfachte, zentrale Verwaltung besser kontrollieren und die Umsetzung eines einheitliches Branding wesentlich erleichtern.
  • Regionale Insights erhalten:
    Mit den sich momentan im Roll-Out befindlichen Local Insights hat Facebook auch den Statistik-Bereich erweitert und bietet einen neuen Reiter an, der nützliche Informationen, die für die Vermarktung von lokalen Facebook Seiten wertvoll sind, zu Tage bringt.
    Bildschirmfoto 2016-02-22 um 14.18.03So wird zum Beispiel gezeigt, an welchen Tagen und Uhrzeiten der Ort am meisten besucht wird sowie demographische Daten wie Alter und Geschlecht.
    Damit diese Daten sinnvoll genutzt werden können, zeigt Facebook in den Local Insights außerdem an, wie hoch der Anteil an Personen in der unmittelbaren Umgebung eines Standorts ist, die die Werbeanzeigen überhaupt sehen können.Zusätzlich kann der Trend der Personen auf Facebook in einem Umkreis von 150 m des Unternehmens im letzten Monat sowie die  Anzahl der Personen, die das Unternehmen innerhalb des letzten Monats besucht haben, verfolgt werden.
    Bildschirmfoto 2016-02-24 um 13.21.26Dabei stammen alle Daten nur von Facebook Usern, die Facebook via Smartphone aktiv erlaubt haben, den eigenen Standort zu ermitteln. Bei sämtlichen Daten können keine Rückschlüsse auf einzelne Personen gemacht werden! Mehr zu diesem Thema kann man bei Thomas Hutter nachlesen.
  • Local Awareness Ads 
    Mit den Local Awareness Ads von Facebook können neue Kunden, die sich in unmittelbarer Nähe zum Unternehmen befinden, gefunden werden. Die auf den geographischen Standort basierenden ausgelieferten Werbeanzeigen bieten somit für lokale Unternehmen und lokale Veranstaltungen ein extrem hohes Potential. Durch die Einbindung von Texten, Links und Call-To-Action-Buttons lassen sich diese Anzeigen auf lokale Faktoren abstimmen und funktionieren deutlich besser. Für einen Werbetreibenden ist jedoch nicht ersichtlich, welche User sich innerhalb des Radius befinden. Außerdem werden wie bei den Local Insights die Local Awareness Ads nur an jene Nutzer ausgespielt, die auch die Ortungsdienste am Smartphone aktiviert haben.
    Wie genau die Local Awareness Ads funktionieren, könnt ihr auch bei Thomas Hutter nachlesen.

 

Bisher war die Parent-/Child-Lösung von Facebook ein reines Administrationstool für die Verwaltung der zugeordneten Orte, da es keine Publishingmöglichkeit von der Parent-Seite auf die Child-Seiten gab. Wie Thomas Hutter aber kürzlich publizierte, befindet sich diese Möglichkeit, Beiträge automatisiert auf den Standortseiten auszugegeben derzeit im Roll-Out.

Grundsätzlich sollte man bedenken, dass jeder Facebook-Nutzer durch Check-Ins Orte erstellen kann. Wenn man nun als Unternehmen oder Marke eine offizielle Location erstellen will, sollte man deshalb vorab die Existenz bereits bestehender, inoffizieller Locations prüfen. Für derartige Fälle hat Facebook vorgesorgt: mittels Anspruchsnachweis (etwa in Form eines offiziellen Dokuments) hat man die Möglichkeit, entsprechende Orte für sich zu beanspruchen und dadurch zu kontrollieren, was im Namen des Unternehmens an einer Location veröffentlicht wird. Weil jedoch nicht ausgeschlossen werden kann, dass durch unterschiedliche Schreibweisen nachträglich neuerlich Duplikate von Orten angelegt werden können, sollte im eigenen Interesse nicht auf eine regelmäßige Überprüfung vergessen werden.

Neben der rein technischen Lösung von Facebook Locations braucht es vor allem eine ausgeklügelte Strategie um Erfolge verbuchen zu können. Dazu gehören auch ein stimmiges Ads- und Content-Konzept sowie effiziente Tools für Content- und Community Management, Kundendienst und Support und für das Monitoring.

Wir sagen Auf Wiedersehen zum Facebook-Suchverlauf

Facebook speichert jeden einzelnen Suchbegriff, der im Suchfeld eingegeben wird. Neuigkeit oder Überraschung ist das keine, doch manchmal würden wir den Verlauf doch lieber verschwinden lassen.

Hand aufs Herz, ich bin sicher nicht die einzige, die ihrer Neugier hilflos ausgesetzt ist und des Öfteren nach Fotos vom gutaussehenden Date sucht oder wissen will, was aus besonders ehrgeizigen Ex-Schulkollegen geworden ist. Natürlich verwende ich die Suche auch für nützliche und praktische Dinge, aber hier und da gibt es Begriffe und Namen im Suchverlauf, die man möglichst schnell wieder unter den Teppich kehren möchte. Glücklicherweise ist die Privatsphäre von vornherein auf „Nur ich“ eingestellt, aber es gibt Situationen, in denen man jemandem etwas auf Facebook zeigen will und der Suchverlauf plötzlich nicht mehr ganz so privat ist, wie man es sich manchmal wünschen würde.

Um peinlichen Situationen vorzubeugen, kann man ihn mit wenigen Schritten löschen. Deshalb haben wir heute eine kurze Anleitung für euch erstellt. Praktisch, oder?

  1. Geht auf euer Profil und klickt auf das Aktivitätenprotokoll

Bildschirmfoto 2016-02-24 um 12.42.22

  1. Klickt auf „Mehr“ in der linken Sidebar

Bildschirmfoto 2016-02-24 um 12.43.561 

  1. Klickt auf „Suche“

Bildschirmfoto 2016-02-24 um 12.49.462

  1. Suchverlauf

Bildschirmfoto 2016-02-24 um 12.54.01

Ihr seht nun euren gesamten Suchverlauf. Wenn ihr ihn löschen wollt, müsst ihr einfach rechts oben auf „Suchen löschen“ klicken. Natürlich kann man auch einzelne Suchbegriffe löschen, dafür einfach rechts auf „Bearbeiten“ neben dem Schloss-Symbol klicken.

  1. Suchverlauf löschen

Bildschirmfoto 2016-02-24 um 12.55.29

Seid ihr euch wirklich sicher? Facebook fragt noch einmal nach.

  1. Das Ergebnis: Ein leerer Suchverlauf

Bildschirmfoto 2016-02-24 um 12.57.11

Sieht so aus, als hättet ihr die Suche nie verwendet.

Fandet ihr die Anleitung hilfreich oder gehört ihr tatsächlich zu den wenigen Menschen, die nie stalken? 

Vom Bierlover zum #Fanlover

Dieser Blogp(r)ost ist keineswegs ein inszenierter Grund haufenweise Bier zu verkosten. Hier geht es nicht um den geschmacklichen Erfolg heimischer Biermarken, sondern um ihren virtuellen Erfolg.
Welches Bier kann nicht nur im Biergarten punkten, sondern auch auf Facebook?

Ein erster Blick auf den Braumonitor (ähnlich dem Social Media Ranking verbindet der Braumonitor die quantitative und die qualitative Ebene und liefert so Aufschlüsse über das Engagement und die Performance der Brauereien im deutschen Sprachraum in Social Media) birgt Grund zur Freude:
5 österreichische Biermarken unter den Top 20!
Platz 5: Stiegl
Platz 6: Gösser
Platz 12: Zipfer
Platz 13: Puntigamer
Platz 19: Villacher

Schauen wir etwas tiefer ins Bierglas:

Biermarken Anzahl Fans

Während Gösser und Stiegl was die Anzahl ihrer Fans betrifft um den Rang des Bier-Platzhirschen rittern, punkten die Brauereien mit kleiner Fanbase wie z.B. das Brauhaus Gusswerk mit besseren Post-Interaktionen. Das Rennen macht jedoch eindeutig Zwettler mit den erfolgreicheren KPIs hinsichtlich Engagement und Post-Interaktion. Lediglich das Brauhaus Gusswerk hat die Nase hinsichtlich der Post-Interaktion nochmal etwas weiter vorne.

Biermarken Servicelevel

Gösser geht mit einer Antwortzeit von 1,5h vorbildlich mit den Geschmacksnerven seiner Fans um. Bei der Mikrobrauerei Bevog wird einem bei einer Wartezeit von satten 257h (das entspricht mehr als 10 Tagen!) das Bier warm. Stiegl bemüht sich sehr, mit seinen doch sehr zahlreichen Fans zu interagieren, braucht aber immer etwas länger, wo hingegen Puntigamer das Ganze etwas nüchterner sieht und bei ähnlichem Servicelevel nur etwa halb so lang braucht. 

Bei den Einen wirds, wenn man sich die Contentplanung  genauer ansieht, frei nach dem Biergeschmack richtig prickelnd, bei den Anderen etwas herb und bei manchen richtig bitter.
Die Bier-Community ist auf allen Facebookseiten generell sehr positiv gestimmt und postet den Lieblingsbieren fleißig Bilder, die sich einerseits wunderbar als Content auf der Facebookseite verwerten lassen und andererseits die Gelegenheit bietet mit den Fans zu interagieren. Diese Chance lassen sich die wenigsten entgehen – mit Ausnahme von OttakringerRiederGusswerk und Bevog, die offenbar mehr an ihre Braukunst als an Fan-Liebe glauben.

Stiegl setzt auf den #stieglmoment mit eigener Seite und einem Anreiz, der das Herz jedes Biertrinkers höher schlagen lässt: jeden Monat eine Kiste Bier gewinnen. Unter diesem Aspekt fühlen sich die Stiegl-Fans gleich noch mehr angespornt, hübsche Bilder zu posten – und davon gibt es wirklich zahlreiche. Well played, Stiegl!

Puntigamer setzt seinem Slogan „lustig samma“ entsprechend auf situationsabhängigen Fun Content mit witzigen Bildern. Villacher versucht mit ähnlich humorvollen Bildern engagiert beim Posten mitzuziehen, aber vergisst dabei auf die Beiträge seiner Fans oder quittiert diese mit einem einfachen „Prost“. Definitiv noch Luft nach oben!

Gösser macht sich die Zustimmung seiner Fans mit „Fans am Wort“ zunutze, während Ottakringer auf der „wir sind traditionell„-Schiene in mäßiger Geschwindigkeit auf Facebook fährt und seine Biere anpreist. Interessanterweise ist Ottakringer eine der wenigen Bierbrands, deren Fans mit Bildern nicht so engagiert sind. Wie man in den Wald hineinruft, so hallt es zurück: Ottakringer ist, was Fan-Beiträge betrifft, nicht sehr reaktionsfreudig.

Die „Kleinen“ wie z.B. Gusswerk und Bevog wissen zwar, wie man herrlich Bier braut, aber die Möglichkeiten und Chancen, die ihnen ein gut gemachter Facebookauftritt einräumen kann, werden noch unterschätzt. Selten Reaktionen auf Fanbeiträge – man lässt die Bierkenner unter sich diskutieren und Fragen gegenseitig beantworten.
Bevog postet zusätzlich nur in englischer Sprache und versucht dadurch, international zu sein. Gut gedacht, schlecht gemacht, denn bei Grammatik und Rechtschreibung wurde etwas zu tief in den Bierkrug geschaut.

Gerade die Bier-Fans sind jene, die ihren Braumeistern den Bierhimmel zu Füßen legen würden – wenn er sie denn nur ließe. Die Platzhirsche sind nicht ohne Grund vorne dabei, denn sie haben den Wert eines gut gemachten Facebookauftritts bereits erkannt und bemühen sich, ihren Fans nachzukommen. Für die kleinen Brauereien liegt noch sehr viel Potential im Verborgenen. Gutes Bier machen ist Eines, aber Bier gut verkaufen und die Bieranhängerschaft mit ausreichend Fan-Love zu überschütten das Andere.

Abschließend gibt es noch eine kleine Galerie mit Bier-Posts.
Wer jetzt noch nicht durstig ist, ist selber schuld. Prost!

Frontend / Backend / Fullstack Developer gesucht!

SPiNNWERK_DEVgesuchtWir sind ein Team von 17 SPiNNerInnen in einer stetig wachsenden Agentur im 4. Bezirk. Als SPiNNwerkerIn erwarten dich viele aufregende sowie abwechslungsreiche Aufgaben(-bereiche), spannende und internationale Kunden. Unser Team arbeitet laufend daran, dem schnelllebigen Geist des WWW die Stirn zu bieten. Das heißt für uns die Verwendung von modernen Technologien und eine laufende Weiterbildung im Tätigkeitsbereich und darüber hinaus.

Was du als Developer mitbringen solltest:

  • Ein hohes Maß an Eigenverantwortung
  • Lösungsorientiertes Denken und ein Auge für’s Detail
  • Sehr gute Fähigkeiten in HTML5/CSS3/JavaScript
  • Gute Kenntnisse in gängigen Responsive-Technologien und Umsetzung
  • Verständnis für die Herausforderungen rund um Browser-Kompatibilität
  • Gute Kenntnisse in PHP und relationalen Datenbanken
  • CMS sollte kein Fremdwort sein und du hattest schon mal Kontakt mit einem der gängigen Systeme wie WordPress, Typo3, Drupal, etc.
  • Grundkenntnisse in den wichtigsten Frontend Frameworks, Plattformen und Tools wie jQuery, Sass, Gulp etc.
  • Kenntnisse im Versionierungssystem GIT

SPiNNWERK bietet dir:

  • Mitwirken bei der Entwicklung und Konzeption von Webprojekten, Microsites und Apps
  • Realisierung von kundenspezifischen Webanwendungen und deren Schnittstellen
  • Weiterentwicklung und Optimierung von internen Bibliotheken, Vorlagen und dir selbst 😉
  • Deinen Wissensdurst durch stetige Weiterbildung und Verwendung moderner Technologien zu bewahren
  • Bruttogehalt IT-KV ST1 (Regelstufe EUR 2.750, Erfahrungsstufe EUR 3.114), Bereitschaft zur Überzahlung!
 Wir freuen uns schon auf deine Bewerbung an jobs@spinnwerk.at und dich persönlich kennen zu lernen.

Mit Lead & Canvas Ads zur Win-Win-Win-Situation

Hier mal ein neuer Algorythmus, dort mal eine neue Timeline und zwischendurch mal neue Werbeanzeigen. Facebook hält Social Media Manager wahrlich in Bewegung und sorgt immer wieder für neue Herausforderungen. Damit wir uns noch genauer fokussieren können, freue ich mich als Erster die neue Position als Performance Marketing Manager besetzen zu dürfen. Ich starte damit, mich mit Facebooks neuen Werbeformaten zu beschäftigen, die für einigen Jubel sorgen werden:

Mit den neuen Möglichkeiten der Werbeanzeigengestaltung geht Facebook einen weiteren Schritt in Sachen Usability. User freuen sich über kürzere Ladezeiten von Inhalten und einfachere Dateneingaben. Werbetreibende können sich über höhere Reichweiten bzw. geringere Abbruchraten freuen. Facebook schafft es, dass die User auf ihrer Plattform bleiben – eine Win-Win-Win-Situation also. Doch wie soll das funktionieren? Lead Ads und Canvas Ads machen es möglich.

Was sind Lead Ads?

Seit ein paar Monaten gibt es sie für mobile Geräte und nun auch für den Desktop. Lead Ads vereinfachen den Anmeldeprozess für z.B. Newsletter, Bewerbungen oder Angebotsanfragen wesentlich, indem auf Facebook gespeicherte Kontaktinformationen zurückgegriffen wird und diese automatisch im Anmeldeformular ausgefüllt werden. Das erleichert den Usern die Anmeldung und führt somit zu geringeren Abbruchraten. Der User bleibt während dem Einschreibeprozess direkt auf Facebook ohne die Seite wechseln zu müssen, weshalb sich die Ladezeiten reduzieren (bis zu zehnmal schneller). Somit reichen nun wenige Taps zum Anmelden und eine externe Landingpage ist nicht mehr zwingend notwenig.

Die optionale „Contextcard“ ermöglicht es zusätzlich den potenziellen Leads erst mehr Informationen zu liefern. Bekanntlich gibt man seine Daten lieber her, wenn man genau weiß wer sie erhält und was man dafür bekommt. Dies hat zur Folge, dass nur Leads erzielt werden, die auch tatsächlich Interesse am Angebot haben und somit sehr wahrscheinlich aktiv werden.

12521779_215047838840351_1682672970_n

Quelle: https://www.facebook.com/business/news/new-features-for-lead-ads (02.01.2016, 15:50 Uhr)

Zusätzlich können Lead Ads nun als Carousel Ads ausgespielt werden. Soll bedeuten, dass Unternehmen 3-5 Bilder mit weiteren Informationen bzw. mehr Vorteilen über das Produkt darstellen können, bevor sich der User durch das Formular klickt.

Datenschutz

Bevor man sich nun Sorgen um seine Daten und deren Sicherheit macht sei gleich gesagt, dass Daten erst dann an den Werbetreibenden übermittelt werden, wenn auf „Abschicken“ geklickt wurde. Es ist auch im Sinne des Werbetreibenden, behutsam mit den Daten umzugehen – auch wenn Lead Ads eigenen Nutzungsbedingungen unterliegen. Die Weitergabe von über Lead Ads gewonnenen Daten ist ohnehin untersagt. Hierfür bietet sich eben die neue Contextcard an, um dem User klarzumachen, wofür genau er sich anmeldet.

Hard Facts:

  • anfangs nur für mobile Geräte, nun auch als Desktop-Variante
  • Dateneingabe direkt auf Facebook – folglich kürzere Ladezeit und geringere Abbruchraten
  • Daten werden auf der Facebook-Seite des jeweiligen Unternehmen gespeichert, welche dort zum Download bereitstehen.
  • optionale Contextcard verbessert die Qualität der generierten Leads
  • Sobald das Formular ausgefüllt wurde, wird dem User die Anzeige nicht mehr eingeblendet.

Was sind Canvas Ads?

Eine besonders spannende Neuerung von Facebook ist das neue Werbeformat namens Canvas. Diese Vollbildanzeigen, die mit Bildern, Videos und Texten unterschiedlich befüllt werden können, bieten eine weitere Möglichkeit von interaktiven Werbeanzeigen. Auch hier werden die Inhalte direkt auf Facebook hinterlegt, womit die Ladezeiten und die Abbruchraten gesenkt werden. Eine ideale Anzeigenform für Content Marketing! Und wie wir ja bereits wissen: je besser der Content, desto besser rankt dich Facebook im Newsfeed.

Selbstverständlich ersetzen auch Canvas externe Landingpages nicht komplett. Die neuen Werbeformate bieten zwar eine breite Auswahl an individuellen Gestaltungsmöglichkeiten, jedoch ist die Hinterlegung von Bildern auf 20 Stück begrenzt und der Text auf maximal 1.000 Wörter pro Canvas beschränkt. Somit muss für ausführlichere Informationen auf eine externe Seite verlinkt werden. Weiters sind diese Ads, wie schon erwähnt, nur für mobile Geräte sichtbar.

Neues Bilderlebnis

Für einige User dürften die neuen Bildoptionen bestimmt am interessantesten sein. Durch Kippen/Schwenken wird das Smartphone oder Tablet sozusagen zu einem Fenster, wodurch das Bild außerhalb des angezeigten Rahmens betrachtet werden kann – ähnlich wie bei 360 Grad Videos.

Quelle: https://canvas.facebook.com (02.01.2016, 15:50 Uhr)

Hard Facts:

  • nur mobil verwendbar
  • Anzeigeinhalte werden direkt auf Facebook eingespielt – somit bis zu zehnmal schnellere Ladezeiten
  • interaktive Werbeanzeigen, die individuell mit Texten, Bildern und Videos befüllt werden können
  • in der Gestaltung etwas eingeschränkt, weshalb nicht immer auf eine Landingpage verzichtet werden kann
  • Anzeigen können auf iOS & Android-Nutzer getargetet werden
  • gleiche Gebotsoptionen wie normale Ads
  • perfekt für Story Telling und Content Marketing
  • Rollout soll bis zum 28.02.2016 global erfolgt sein

Wie Canvas Ads fertig gestaltet aussehen können zeigt euch Facebook auf ihrer Canvas Info Seite:

Screen-Shot-01-13-16-at-12.58-AM-600x260

Quelle: https://canvas.facebook.com (02.01.2016, 15:50 Uhr)

Fazit:

Facebook hat mit diesen neuen Ad Formaten wieder einmal einen smarten Move vollbracht. Einerseits bieten sie Werbetreibenden eine neue Möglichkeit ihre Produkte/Unternehmen innovativ zu repräsentieren. Gleichzeitig wird die Customer Experience durch verkürzte Ladezeiten und eindrucksvolle Darstellungsmöglichkeiten erhöht. Im selben Atemzug werden die User auf der eigenen Plattform behalten. Gleichzeitig passt Facebook sich dem stetig wachsenden Trend der mobilen Nutzung an. Man darf also gespannt sein wie User die neuen Formate aufnehmen werden und was wohl die nächsten Schritte sein werden…