Zauber aus der Hosentasche

Im Kosmos der Apps und Gerätefunktionen unserer Mobiltelefone finden sich immer neue, überraschende Möglichkeiten für Foto- und Videoeffekte. Das liegt zum einen an den Smartphones, die immer mehr Rechenleistung und bessere Kameras haben und zum anderen daran, dass Bewegtbildformate in den sozialen Medien besonders gut funktionieren.

Hier zeigen wir Euch eine kleine Auswahl die wir getestet haben.

Zeitlupe

Der Effekt Zeitlupe ist in allen iPhones die iOS7-Kompatibel sind und auf den meisten aktuellen Android-Geräte verfügbar. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen echten Zeitlupen (Videoaufnahmen mit mindestens 60, besser 120 Bildern pro Sekunde) und gerenderten Zeitlupen (Frame-Wiederholung). Für Geräte, die das hardwareseitig nicht leisten können gibt es Apps die den Zeitlupen-Effekt simulieren (Thema Bildfrequenz).

Was an der iOS-internen-App besonders schön ist: es kann ein Start- und Endpunkt des Effekts definiert werden. Dort gibt es einen weichen Übergang von normaler in SlowMo-Geschwindigkeit. Bemerkenswert ist außerdem, dass der Ton mitläuft.

Für Zeitlupen-Aufnahmen sind Clips mit Flüssigkeiten gut geeignet. Schnell bewegte Gesichter können in Zeitlupe betrachtet zu wiehernden Lachanfällen führen.

 

Boomerang

Instagram ist mit mehreren kostenlosen Ergänzungs-Apps am Markt, die sich wunderbar mit der Mutter-App verstehen aber auch ohne diese funktionieren. Boomerang ist spezialisiert auf den „Vor-Zurück-Effekt“.

Hat man sich ein bisschen an die kostenlose App gewöhnt, schafft man es auch den Auslöse-Knopf im richtigen Augenblick zu drücken. Besonders beliebt: Clips mit Flüssigkeiten (jemand springt in einen Pool, ein Getränk wird eingeschenkt, etc.) und Menschen in Bewegung (Kopfstand, Hüpfen, Tanzen, etc.).

Zur Wiedergabe ist Facebook oder Instagram gut geeignet, da sie diese Clips in Endlos-Schleife abspielen. Der Clip den die App selbst ausgibt besteht aus drei Wiederholungen. Das Format und die Dateigröße sind bereits für den Upload auf die Plattformen optimiert. Hier stellt Instagram die App vor

 

Zeitraffer 

Die Funktion Zeitraffer oder Timelapse ist in auf meisten aktuellen Smartphones integriert und geht den Weg der Zeitlupe genau andersrum. Das hier gezeigte Beispiel filmt mit nur 2 Aufnahmen pro Sekunde, die dann mit einer normalen Bildrate abgespielt werden. So ergibt sich eine Wiedergabe in 15-facher Geschwindigkeit.

Hierbei bieten sich Motive wie Wolkenverlauf oder Straßenverkehr an. Mit einem Stativ und viel Zeit kann man auch die Entwicklung einer Pflanze oder eines Hausbauprojektes festhalten.

Für Neugierige, die tiefer in das Thema einsteigen wollen, bieten sich Apps (zB Timelapse Pro) an, die die Anzahl der Aufnahmen pro Sekunde und die Abspielgeschwindigkeit variieren können.

Die Hyperlapse-App von Instagram (hier der Blogbeitrag von Instagram dazu) kombiniert die Zeitraffer-Funktion mit einer cleveren Bild-Stabilisation, die das herumgehen oder fahren mit der Kamera ermöglicht, ohne das dem Betrachter schwindelig wird. Hier eine Alternative für Android-User.

 

Flixel (AKA Cinemagraph)
Hier handelt es sich um eine App, die mit einem Maskierungseffekt arbeitet und damit erlaubt, stehende Bilder mit partiellen Bewegtbild-Bereichen anzulegen.

Diese App erfordert etwas mehr Geduld und Aufwand als die zuvor genannten, ermöglicht dafür aber eine verblüffende Vielfalt an Effekten. Als Beispiel ein Cinemagraph des Brunnens am Mozartplatz, in dem sich nur die Wasserstrahlen und ein Teil der Oberfläche bewegen.

Auch hier ist das Abspielen im Loop wichtig um den Effekt begreifen und genießen zu können. Eine Umwandlung in ein Gif bietet sich an.

Die kostenlose Version der App legt ein Wasserzeichen auf die produzierten Clips. Falls Ihr die App nicht auf Anhieb findet, versucht es im amerikanischen Appstore.

 

Wir freuen uns wenn wir Euer Interesse an diesen Apps und Funktionen geweckt haben und freuen uns noch ein bisschen mehr, wenn wir Eure Ergebnisse bewundern dürfen 🙂

Food Photography

Nicht nur auf Food Blogs wird viel Wert auf die ansprechende Darstellung von Essen gelegt. Auch im Agentur-Alltag wird dieses Thema immer relevanter. Sei es bei Shootings für Kunden oder beim Fotografieren des Office-Lunches für unsere Instagram-Accounts. Es muss nicht nur gut schmecken, sondern auch großartig aussehen. Deshalb hab‘ ich mir mal so meine Gedanken über die hohe Kunst der Food Photography gemacht (mit höchst wissenschaftlicher Herangehensweise natürlich) und verrate euch meine Tipps und Tricks um das Beste aus euren Fotos herauszuholen:

Es werde Licht (aka künstliches Licht ist Pfui)!

Die wirklich wichtigen Dinge zuerst: Das richtige Licht ist bei Food Photography so ziemlich das Wichtigste. (Ich gehe jetzt mal davon aus, dass allen klar ist, dass die unangefochtene Nr. 1 auf der Wichtigkeits-Skala schönes Essen ist. Sonst würde man es ja auch nicht fotografieren wollen.) Was bedeutet richtiges Licht eigentlich? Ich könnte euch jetzt einen einstündigen Exkurs über die Vorteile einer nach Norden ausgerichteten, diffusen Lichtquelle geben. Könnte ich, tu ich aber nicht. Denn die wirklich wichtigen Dinge sind schnell zusammengefasst:
Für Food Photography sind künstliche Lichtquellen nicht geeignet, soll heißen: weder die Halogen-Strahler über dem Herd (zu kühles Licht), noch die Hängeleuchte über dem Esstisch (zu warmes Licht) lässt Essen gut aussehen. Natürliches Licht ist euer bester Freund! Ganz besonders gut funktioniert diffuses natürliches Licht. Soll heißen: Am Besten fotografiert ihr eure essbaren Kunstwerke vor einem Fenster. Bei direkter Sonneneinstrahlung empfiehlt es sich, das Fenster mit einem weißen Leintuch o.Ä. zu verhängen um harte Schatten zu vermeiden.
Hierzu eine Info von mir für euch: Jedes Mal wenn ihr euer Essen mit direktem Blitz fotografiert, stirbt ein Babykätzchen. Wollt ihr das wirklich verantworten?

 

Processed with VSCO with s1 preset

 

Requisiten sind dein Freund (übertreib es nur nicht)! 

Hier gilt das Motto weniger ist mehr! Requisiten wie Besteck, Servierplatten, Blumen oder Servietten machen ein Foto erst so richtig stimmig. Wichtig ist hier aber, dass die verwendeten Utensilien auch einen Bezug zum abgelichteten Gericht haben. Deshalb bestehen meine Props in den meisten Fällen aus Zutaten, die im Gericht verwendet wurden, verschiedenen Stoffservietten oder Tüchern, schönen Holzbrettern und natürlich dem passenden Geschirr und Besteck. Ich persönlich finde es immer besonders ansprechend, wenn die verwendeten Requisiten so aussehen, als hätten sie eine Geschichte. Deshalb kaufe ich meine Foto-Utensilien meistens in Second Hand- Geschäften oder auf Flohmärkten.
Ich versuche immer verschiedene Materialien und Oberflächenstrukturen in mein Bild einzubauen: Holz, Leinen, weißes Porzellan und gebrauchtes Besteck ist meine derzeitige Lieblingskombo. Scheut euch auch nicht davor ein bisschen „Unordnung“ zu schaffen. Ein paar Brösel hier und da wirken oft Wunder, denn sie geben dem Bild Charakter!

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Ein bisserl Nachhelfen gehört dazu!

Wenn wir schon beim Thema Brösel sind: ich gestehe, meine Brösel werden nicht durch Zufall verteilt. Das erledige ich mit einer Pinzette. Bevor man mich jetzt für verrückt hält, erkläre ich euch wieso: Nicht jedes Gericht sieht von alleine so aus, wie auf Food Photos. Sehr oft steckt Einiges an Arbeit dahinter um ein Motiv perfekt aussehen zu lassen. Da kann es schon mal passieren, dass während des Fotografierens der Salat beginnt trocken auszusehen oder die Entenbrust nicht mehr ganz so glänzt wie frisch aus der Pfanne. Deshalb habe ich immer ein paar kleine Helferlein parat um mein Essen auch nach stundenlangem Shooten noch frisch aussehen zu lassen:

  • neutrales Pflanzenöl (z.B. bei Fleisch und Fisch)
  • Wasser (z.B. bei Salaten)
  • Honig/ Ahornsirup (z.B. bei Süßspeisen)
  • Pinzette
  • Pinsel
  • Sprühflasche
  • Wattestäbchen/ Wattepads

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Auch Essen hat seine Schokoladenseite! 

Ich fotografiere meine Gerichte immer aus den verschiedensten Winkeln und Entfernungen. Als ich mit der Food Photography begann, habe ich teilweise 200-250 Fotos zu einem Motiv geschossen. Inzwischen reichen mir 40-50 Fotos um sicherzugehen, dass ich das Gericht aus jedem Winkel bestmöglich abgelichtet habe. Hierbei habe ich festgestellt, dass auch Essen seine Schokoladenseite hat. Was ich damit meine? Nicht jedes Gericht funktioniert aus jedem Winkel. Manchmal sieht ein Top Shot einfach nur zum Niederknien aus, manchmal lässt es das Motiv aber auch flach und uninteressant wirken. Wichtig ist, bei jedem Gericht verschiedenste Positionen auszuprobieren um während des Fotografierens festzustellen, was funktioniert und was eben nicht. Ich persönlich fotografiere gerne einen Top Shot – einen Shot aus einem 45°-Winkel und einen Frontalen. Nicht zu vergessen sind Detailaufnahmen des Motivs, denn die zeigen nicht die Textur des Gerichts, sondern machen auch Lust direkt einen Bissen zu essen. Ich präsentiere Beweisstück A:

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 Nachbearbeitung 

Die brutale Wahrheit ist: Nachbearbeitung holt das Beste aus euren Fotos raus. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die einen riesigen Unterschied machen. Ein bisschen Helligkeit hier, ein bisschen Sättigung da – et voila: eure Fotos strahlen! Es gibt unzählige Bildbearbeitungsprogramme, aber für Food Photography eignen sich Lightroom und Photoshop wohl am Besten. (Wobei ich mich ja zu Team Lightroom zähle – das simple Handling ist einfach unschlagbar!) Darüber hinaus gibt es natürlich auch Gratis-Programme wie z.B. Picmonkey.com. Wenn ihr eure Food Photos auf eurem Smartphone bearbeiten möchtet um sie insta-worthy zu machen, dann ist die VSCO-Cam der heilige Gral der mobilen Bildbearbeitung.
Hier seht ihr, was so ein bisschen Nachbearbeitung aus euren Fotos rausholen kann:

FoodPhotography_Bildbearbeitung

Last but not least, habe ich einen besonders wertvollen Tipp für euch: Lasst euch inspirieren! Wie wäre es zum Beispiel mit einer Pinterest-Pinnwand um alle die schönen Bilder zu sammeln? Hier geht’s übrigens zu meiner „Food Photography“- Pinnwand. Ihr seht – Inspiration ist alles! Happy Shooting!

Falls mein kleiner Einblick in die hohe Kunst der Food Photography gefallen hat, dann schaut doch gerne auf meinen Blog, auf Instagram oder Facebook vorbei.

Liebevolle Social Media Manager (m/w) gesucht!

Unser #Fanlover-Team sucht dich

Wir sind ein Team von SPiNNerInnen in einer stetig wachsenden Agentur im 4. Bezirk. Unser #Fanlover-Team, kümmert sich liebevoll um über 1.200.000 Fans, erarbeitet kreativen Content, schön anzuschauende Bilder, lecker Rezepte und kluge Konzepte und braucht dafür Verstärkung.

Was du als neuer Social Media Manager (m/w) mitbringen solltest:

  • Großes Interesse an Social Media und dem aktuellen Weltgeschehen.
  • Facebook, Twitter, Instagram, Blogs und Co. sollten für dich keine Fremdwörter sein und am besten hast du schon in dem Bereich gearbeitet.
  • Ein eigener Blog oder die Erfahrung mit Fanseiten auf Facebook sind von Vorteil, aber kein muss.
  • Zeit, um Fans auch am Abend und am Wochenende mit ganz viel Liebe überschütten zu können.
  • Insgesamt im Ausmaß von 20, 30 oder 40 Stunden pro Woche im Rahmen eines freien Dienstverhältnisses
  • Texttalent und die Begabung, das Wichtigste einer Botschaft in 90 Zeichen zu pressen (ohne Rechtschreibfehler versteht sich 😉 )
  • Photoshop-Skills
  • Kommunikationstalent, organisiertes Arbeiten und Multitasking-Fähigkeiten, die über gleichzeitiges Lesen und Schreiben hinausgehen.
  • Stressresistenz und flexible Arbeitszeit- und platzgestaltung.

Idealerweise sprichst du auch ein bisschen Französisch und bist koch- und essbegeistert. Besonders Essen spielt bei uns eine wichtige Rolle! 😉

Was wir dir bieten:

  • Ein junges, sympathisches (ganz objektiv gesehen natürlich) und kommunikatives Team im 4. Bezirk
  • Kontakt mit internationalen Kunden
  • Selbstständiges Arbeiten im Team
  • Der Kollektivvertrag Werbung sieht für diesen Job ein monatliches Bruttogehalt von € 1.410,50 (40h/Woche) vor, wir bezahlen echten Wunderwuzzis aber gerne bei entsprechender Qualifikation und Engagement bis zu € 2.200,- bei einem Ausmaß von 40h.

Wenn du jetzt Lust bekommen hast, diesen Haufen an SPiNNern kennenzulernen und mit uns zu SPiNNen, melde dich bei uns mit deiner aussagekräftigen Bewerbung inkl. CV an ichspinne@spinnwerk.at

PS.: wir suchen außerdem eine/n Social Media Management Teamlead! Für wen wir SPiNNen und mehr über uns findest du hier.

Team Lead fürs Social Media Management (m/w) gesucht!

Unser #Fanlover-Team sucht dich

Wir sind ein Team von SPiNNerInnen in einer stetig wachsenden Agentur im 4. Bezirk. Unsere #Fanlover-Teams, kümmern sich liebevoll um über 1.200.000 Fans, erarbeitet kreativen Content, schön anzuschauende Bilder, leckere Rezepte und kluge Konzepte.

Für den Aufbau eines weiteren, neuen Teams in diesem Bereich suchen wir vielleicht genau dich.

Was du als neuer Team Lead im Social Media Management (m/w) mitbringen solltest:

  • Großes Interesse an Social Media und dem aktuellen Weltgeschehen.
  • Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat, Blogs und Co. kennst du wie deine Westentasche.
  • Ein eigener Blog oder die Erfahrung mit Fanseiten auf Facebook sind von Vorteil, aber kein muss.
  • Zeit, um Fans auch am Abend und am Wochenende mit ganz viel Liebe überschütten zu können. Insgesamt im Ausmaß von 40h.
  • Texttalent und die Begabung, das Wichtigste einer Botschaft in 90 Zeichen zu pressen (ohne Rechtschreibfehler versteht sich 😉 )
  • Photoshop-Skills
  • Kommunikationstalent, organisiertes Arbeiten und Multitasking-Fähigkeiten, die über gleichzeitiges Lesen und Schreiben hinausgehen.
  • Stressresistenz und flexible Arbeitszeit- und platzgestaltung.

Idealerweise sprichst du auch ein bisschen Französisch und bist koch- und essbegeistert. Besonders Essen spielt bei uns eine wichtige Rolle! 😉

Was deine Aufgaben als Team Lead im Social Media Management sind:

  • Schnittstelle zwischen Team und dem Kunden (direkter Ansprechpartner für den Kunden)
  • Projektmanagement der einzelnen Kampagnen (zB Redaktionspläne, Werbekampagnen, etc.)
  • Konzeptionelle und kreative Verantwortung für die Social Media Kanäle unserer Kunden
  • Erfahrung im Facebook Ad Manager, verwalten, erstellen und einbuchen von Ads in Zusammenarbeit mit dem Performance Marketing
  • regelmäßiges Monitoren und anschließendes Reporten der einzelnen Kanäle
  • Verwaltung der Kunden-Accounts
  • Teamleitung und Qualitätskontrolle der einzelnen Social Media Manager (zB auch Erstellung der Dienstpläne)

Was wir dir bieten:

  • Ein junges, sympathisches (ganz objektiv gesehen natürlich) und kommunikatives Team im 4. Bezirk
  • Kontakt mit internationalen Kunden
  • Selbstständiges Arbeiten im Team
  • Je nach Qualifikation liegt die Bandbreite für dein Gehalt zwischen 2.800,- und 3.200,- brutto bei 40h p.W.

Wenn du jetzt Lust bekommen hast, diesen Haufen an SPiNNern kennenzulernen und mit uns zu SPiNNen, melde dich bei uns mit deiner aussagekräftigen Bewerbung inkl. CV an ichspinne@spinnwerk.at

PS.: wir suchen außerdem Social Media Manager! Für wen wir SPiNNen und mehr über uns findest du hier.

2 Minuten 2 Millionen (Fans?)

Der große Quotenerfolg von 2 Minuten 2 Millionen auf Puls 4 hat wieder einmal bewiesen: die österreichische Startup-Szene blüht auf. Insgesamt wurden in der dritten und erfolgreichsten Staffel des Sendeformats rund 12,5 Millionen Euro in innovative Startups investiert. Die Investoren Hans Peter Haselsteiner, Heinrich Prokop, Leo Hillinger, Marie Hélène Ametsreiter, Michael Altrichter und Daniel Zech waren in dieser Staffel besonders spendabel.
Die Start-Ups benötigen gerade zu Beginn nicht nur das Cash der Investoren und ihre Expertise, sondern sind auch darauf angewiesen günstige Vermarktungsmöglichkeiten zu finden. Bei vielen reift deshalb schnell die Idee über das größte soziale Netzwerk zu den ersten Kunden zu gelangen.

Ich habe deshalb die jungen Unternehmen etwas genauer unter die Lupe genommen und mir angesehen, welche bereits Facebook nutzen und ob dort auch etwas #Fanlove zu finden ist. Da die 3. Staffel von 2 Minuten 2 Millionen erst Ende April zu Ende ging, sehe ich mir in diesem ersten Teil an, wo die Start-Ups nun tatsächlich stehen.

In meiner Analyse wurden all jene Start-Ups herangezogen, die eine ihnen eindeutig zuordenbare Facebook-Seite mit zumindest 100 Fans haben. Dies trifft auf insgesamt 39 Start-Ups zu.

Ganz klassisch habe ich zu Beginn beobachtet, wie es um die Größe hinsichtlich Fanzahlen der jeweiligen Seiten steht. Federführend ist hier das Startup My Intelligent Dogs, die Intelligenzspielzeuge für Hunde anbieten. Auf dem zweiten Platz in Sachen Fananzahl rangiert pwnwin.com gefolgt von Fireland Foods. Die Top Ten bewegen sich in einem Rahmen von über 17.000 Fans und 5.900 Fans. 16 von den 39 Start-Ups können nichteinmal 1.000 Fans von ihrer Idee überzeugen.

In Sachen Engagement hat CashQuizz (Quiz-App, bei der Geld gewonnen werden kann) mit 674 Fans und knapp über 3% ganz klar die Nase vorne, gefolgt von Alpsider (Getränkehersteller) mit 1.200 Fans und 2,61% und flying tent (Zelte) mit 9.600 Fans und 2,08% Engagement-Rate.

Bei der Post Interaktion steht Xcessity (mit seinem Produkt „KinesicMouse“) mit seinen 204 Fans und einer Post Interaktion von sagenhaften 20% am Siegerpodest, auf Platz zwei Toicube (Toilettenpapier-Halter), die ebenfalls nur 332 Fans vorweisen können aber dafür mit 16% Post Interaktion punkten, und auf Platz 3 wieder CashQuizz mit 9,60%.

Dieses erste Rennen konnte hinsichtlich Engagement und Post Interaktion auf jeden Fall das Start-Up CashQuizz mit seinem „Wer wird Millionär“- Feeling für sich entscheiden. Mit einer über 12 Mal so großen Fan-Basis wie CashQuizz und einem dritten Platz im Engagement und immerhin Platz 13 bei der Post Interaktion liegt flying tent jedoch ebenso vorne.

Bei der Antwortzeit gibt es von 16 aller untersuchten Start-Ups leider keine Fanbeiträge und daher auch keine Zahlen. Der Großteil kann sich mit den Antwortzeiten aber durchaus sehen lassen: von den verbleibenden 23 Start-Ups antworten 3 innerhalb einer Stunde, darunter Hearonymus (App, mit der das Smartphone zum Audio-Guide wird) äußerst vorbildlich mit einer Antwortzeit von 0,1 Stunden, gefolgt von Wülde Hoamat, und Zuper (Lebensmittel-Lieferservice). Insgesamt antworten 17 Start-Ups innerhalb eines Tages und lediglich 3 brauchen mehr als einen Tag, von denen My Intelligent Dogs das sehr weit abgeschlagene Schlusslicht mit 822 Stunden bildet – das wäre über einen Monat Wartezeit auf eine Antwort!

Beim Servicelevel zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei den Antwortzeiten: immerhin 4 Start-Ups (darunter Hearonymuskiweno, Kinderkistl und gatherer) können mit 100% punkten, bei 4 Start-Ups gibt es keine verfügbaren Zahlen und 5 von den insgesamt 39 untersuchten Start-Ups fallen mit 0% durch – darunter HappyMed, Flipframe, Swell.wtf (vorher dvel), Vitolerance und Gentletent.

Die vier Start-Ups Playbrush, Cinderella Shoes, kiweno und Hokify (vorher Jobswipr) sind mit einem oder mehr Posts pro Tag sehr postingfreudig. Der Großteil der verbleibenden Unternehmen liegt im guten Mittelfeld. Lediglich Xcessity mit 0,04 Posts pro Tag und Feeat mit 0,03 Posts pro Tag sind noch im Posting-Winterschlaf.

Hearonymus hat zwar nur 0,08 Posts pro Tag, geht jedoch hinsichtlich einer Antwortzeit von 0,1 Stunde und einem Servicelevel von 100% in diesem Vergleich eigentlich als klarer Sieger hervor. Die Fan-Basis ist mit 273 Fans jedoch noch sehr übersichtlich, aber im Endeffekt sind 273 liebevoll umsorgte Fans besser als 1.000 vernachlässigte Fans.
Bezieht man die Anzahl der Fans in dieses Ranking mit ein, dann liegt auch flying tent vorne: den über 9.600 Fans begegnet man mit 0,7 Posts pro Tag, einer Antwortzeit von 4,4 Stunden und einem Servicelevel von 70%.

Zusammenfassend haben sich in meiner Analyse zwei Start-Ups hervorgetan:

flying tent nutzte Facebook bisher, um auf ihre Kickstarter-Kampagne aufmerksam zu machen – und das mit Erfolg, wie über 22.000 Likes für ein einzelnes Posting und ein Ergebnis von über 500% Unterstützung auf Kickstarter zeigen. Insgesamt liegt flying tent bei meiner Analyse in 4 Kategorien unter den Top Ten. Die Investoren der Sendung ließen im Übrigen 150.000 EUR für die Jungunternehmer springen.

kiweno waren die Abräumer in der 2 Minuten 2 Millionen Show, denn sie erhielten als Investment eine Rekordsumme von 7 Millionen EUR! Überraschend, dass der erfolgreichste Post auf Facebook zeitlich noch vor der Ausstrahlung lag. Ansonsten kann kiweno in meiner Analyse ebenso mit einer Top Ten Platzierung in 4 von 6 Kategorien punkten.

Grund genug, die beiden in einem „Heads Up“ nochmal gegenüberzustellen.

flying tent liegt nicht nur bei der Anzahl der Fans vorne, sondern kann auch in Sachen Engagement, Post Interaktion und Antwortzeit gegenüber kiweno punkten. Die beiden Kategorien Servicelevel und Posts pro Tag gehen jedoch an kiweno. Nichtsdestotrotz ist der eindeutige Sieger flying tent!
Ihr Claim „7 seconds to the stars“ dürfte auch für die Jungunternehmer wahr werden: sie konnten nicht nur die Investoren von ihrer Idee überzeugen. Insgesamt haben 2.121 Unterstützer 471.748 EUR beigetragen, um die Verwirklichung des Projekts zu ermöglichen.

Spannend wird es, wenn wir in ein paar Monaten erneut einen Blick auf die Start-Ups werfen um zu sehen ob und wie sie sich auf Facebook entwickelt haben, wer im Ranking auf- und abgestiegen ist und vor allem: wer in seine Fans auf Facebook investiert hat und bei wem sich das Investment auch rentiert.

Hochrechnung: Wer gewinnt den Social-Media-Stichwahl-Kampf?

Die letzten Monate hab ich mich – mitunter mehr als mir lieb war (ich hätte vielleicht echt nicht so viele Kommentare auf den diversen Seiten lesen sollen?) – mit der Bundespräsidentenwahl beschäftigt.

Meine Social Media Hochrechnung zum ersten Wahlgang war dann – auch für mich erstaunlich und erschreckend – zutreffender als alle veröffentlichten Meinungsumfragen.

Umso gespannter war ich darauf mich knapp vier Wochen später wieder damit zu beschäftigen und die Performance von Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer im Stichwahlkampf zu analysieren.

 

Facebook

Wir erinnern uns, von Anfang März an, hatte Norbert Hofer mit Abstand die meiste Interaktion. Seit rund zwei Wochen hat sich das aber gedreht. Es scheint also als hätte Alexander Van der Bellen das Ruder herumgerissen:

Interaktionsverlauf

Die absolute Mehrheit des Interaktionsaufkommens auf Facebook, seit langem eines der Asse der FPÖ, geht nun also an VDB. Live Videos werden stark und erfolgreich eingesetzt, auf platte Oberflächlichkeiten wie die Frage „Trinkt VDB in der Früh Kaffee oder Tee?“ wird verzichtet und die Interaktionsrate liegt jetzt viermal so hoch wie vor dem ersten Wahlgang, während sie bei Norbert Hofer gesunken ist.

Instagram

Auf Instagram tat sich Norbert Hofer von Anfang an schwer, war aber zumindest recht aktiv. In den letzten beiden Wochen hingegen gabs nur fünf Posts von Norbert Hofer, während VDB mit 46 Posts deutlich aktiver war.

Twitter

Ein ähnliches Bild zeigt sich auf Twitter: Nur sechs Tweets von Norbert Hofer stehen 123 von VDB gegenüber, mit denen VDB über 4.900 Interaktionen erzielen konnte, während es bei Norbert Hofer nur 164 waren.

Summary

Infografik-Wahl-2

Alexander Van der Bellen gewinnt den Social-Media-Stichwahl-Kampf mit 55,6% Anteil am Interaktionsaufkommen klar vor Norbert Hofer mit 44,4%.

 

Zum Schluss noch ein paar persönliche Worte…

Ich habe in allen Analysen zur Wahl, sei es für den Kurier, oder auch hier im SPiNNblog, stets versucht möglichst unparteiisch und objektiv zu analysieren. Besonders wenn man sich nicht nur mit den Leistungswerten, sondern auch mit den Inhalten aller KandidatInnen beschäftigt und die Kommentare dazu liest, schlägt das mitunter nicht nur wirklich aufs Gemüt, sondern macht betroffen und schockiert.

Wir haben uns, nicht zuletzt deshalb, heute als Agentur dazu entschieden eine Wahlempfehlung abzugeben und freuen uns wenn ihr möglichst viele LeserInnen dieses Blogposts folgen:

 

SPiNNWERK Wahlempfehlung

Wir sind ein bunter Haufen an SPiNNerInnen. Wir schätzen das Gemeinsame mehr als das Trennende, Offenheit mehr als Abschottung. Gerade eben haben wir dieses wunderbare Video gefunden, beschlossen es zu teilen und WÄHLT MIT EINEM BUSSI als Wahlempfehlung abzugeben:*

 

Die erste HOCHRECHNUNG: Wer hat den Social Media Wahlkampf gewonnen?

Österreich wählt heute ein neues Staasoberhaupt, bzw. zwei Bewerber die dann 4 Wochen später in die Stichwahl kommen werden.

Für mein heutiges Summary der letzten Wochen und Monate stellte ich mir die Frage wie das plattformübergreifende Gesamtbild aussieht? Wer konnte die meisten Menschen erreichen und am WählerInnenmarkt die meiste Interaktion für sich verbuchen? Liegen die KandidatInnen auch hier im Trend der meisten Meinungsumfragen und der Google Trends die allesamt Alexander van der Bellen in Front sehen?

Die Antwort darauf hab ich gleich für Sie, zuvor lasse ich aber nochmal Revue passieren wie sich die Performance auf den einzelnen Plattformen seit Jahresbeginn entwickelt hat. Wie immer war mir dabei mein Lieblingsanalysetool Fanpagekarma behilftlich.

 

Facebook

Alexander van der Bellen startete hier einem großen Vorsprung in Rennen. Anderes als das restliche Bewerberfeld war er schon vor der Kandidatur auf Facebook aktiv und verfügte damit schon vom Start weg über eine entsprechende Fanbase. Er bekommt auch die meiste „Fanpost“ und seine Seite fällt mit dem besten Servicelevel und einer sehr kurzen durchschnittlichen Antwortzeit auf.

Norbert Hofer ermöglicht es Usern erst gar nicht auf seine Wall zu posten und bekommt somit auch keine Fanpost. Er lieferte aber ansonsten eine rasante Aufholjagd und geht zum Wahlkampffinish nicht nur mit den meisten Fans, sondern auch mit einer absoluten Mehrheit an Interaktionen ins Ziel. Die übrigen Kandidaten fallen zumindest bei Betrachtung der KPIs nicht wirklich auf.

 

Instagram

Wird nur von Alexander van der Bellen, Norbert Hofer und Richard Lugner genutzt. VDB führt hier bei allen Werten haushoch und gewinnt das Match um diesen Kanal klar.

Twitter

Irmgard Griss twittert zwar von allen KandidatInnen am fleißigsten, bei allen anderen wichtigen Messwerten hat aber auch hier Alexander van der Bellen die Nase klar vorne. Norbert Hofer hat zwar mehr Follower als Irmgard Griss, bekommt hier aber – ganz anders als auf Facebook – deutlich weniger Interaktion.

Youtube

Bei oberflächlicher Betrachtung gewinnt Richard Lugner das Match um diesen Channel. Saldiert man aber Likes und Dislikes, hat Lugner den größten Negativsaldo. Nach ihm die meisten Views verzeichnet Rudolf Hundstorfer, allerdings auch mit einem Negativsaldo aus Likes und Dislikes. Einen positiven Saldo haben auch hier die drei Favoriten für die Stichwahl: Norbert Hofer, knapp vor Alexander van der Bellen, gefolgt von Irmgard Griss.

 

Wie schaut das Rennen nun plattformübergreifend aus?

Anders als Google Trends und die meisten Meinungsumfragen, zeigt die plattformübergreifende Analyse von 934.746 ausgewerteten Interaktionen in Form von Shares, Retweets, Likes, Dislikes und Kommentaren nicht Alexander van der Bellen als Frontrunner. Norbert Hofer kann mit 52% eine absolute Mehrheit an Interaktionen verbuchen. VDB folgt ihm mit 22,97% Alle anderen KandidatInnen kommen nur auf einen einstelligen Marktanteil bei den Interaktionen. Interessanter Weise liegen Sie in der Reihenfolge wie in praktisch allen Umfragen: Griss 9,12%, Hundstorfer 6,74%, Khol 5,56 und Lugner 3,47%.

Anteil an Gesamtinteraktionen

Anteil an Gesamtinteraktionen

Auch meine (qualitative) Bewertung für den Kurier bestätigt den Trend zu drei Frontrunnern

Alexander van der Bellen ist von allen Kandidaten in Sachen Social Media am besten aufgestellt. Umso erstaunlicher, dass man es verabsäumt hat gegen die Aufholjagd von Norbert Hofer auf Facebook gegenzusteuern. Wie schon in meiner ersten Bewertung angemerkt, vermisse ich direkte Ansprache und Austausch mit den Usern. Sein Team macht aber beim Beantworten von Userposts den besten Job.

Irmgard Griss ist auf den von ihr bespielten Kanälen die wahrscheinlich Fleißigste, wendet sich auch persönlich an die NutzInnen ihre Channels und setzt stark auf Inhalte. Umso erstaunlicher, dass man sich gegen eine Nutzung von Instagram oder z.B. auch Snapchat entschieden hat um junge Wählergruppen zu erreichen.

 


Norbert Hofer
ist wie von der FPÖ gewohnt gut darin Content zu liefern der zu viel Interaktion und Reichweite führt. Einen echten Dialog führt man aber nicht bzw. versucht man sogar zu unterbinden, #notsosocial aber erfolgreich.
Weniger erfolgreich die drei übrigen Kandidaten:

Andreas Kohl glänzt auf Twitter und Instagram mit Abwesenheit. Tritt auf Facebook dafür persönlich auf. Insgesamt hat man aber Social Media als Wahlkampftool eher vernachlässigt.

 


Rudolf Hundstorfer
kam mit seinem Social Media Wahlkampf nie so recht vom Fleck, nutzt die Möglichkeiten der diversen Plattformen nicht entsprechend aus und braucht am längsten bei der Beantwortung von Fanposts.

 


Richard Lugner
s Wahlkampfstrategie dürfte zumindest anfang „Auffallen um jeden Preis“ gewesen sein. Zumindest auf Youtube ist ihm das gelungen…

 

 

Summary

Auch 8 Jahre nachdem Barack Obama seinen ersten Wahlkampf mit Hilfe von Social Media gewonnen hat, hat man hierzulande immer noch nicht gelernt einen wirklich professionellen Social Media Wahlkampf zu führen. Niemand wendet sich regelmäßig direkt an seine Fans und Follower. Die Trend-Plattform der Stunde Snapchat wird erst gar nicht genutzt. Dabei würde man hier wahrscheinlich schon mit bloßer Präsenz positiv auffallen und junge WählerInnen erreichen können. Auch das in Österreich zweitgrößte Social Network Instagram wird nur von einem kleinen Teil und davon wiederum nur von VDB professionell eingesetzt. Warum wirft man nicht mal einen Blick über den großen Teich und schaut sich an wie geschickt und umfangreich dort Social Media Plattformen (ja auch Snapchat!) im aktuellen Vorwahlkampf genutzt werden?

Das Social Media Rennen um die Hofburg

Letzte Woche habe ich mir angeschaut wie sich die BewerberInnen auf Facebook geschlagen haben. Bevor ich verrate was sich hier seither getan hat, werfe ich diese Woche einen Blick auf die Performance der Instagram und Twitter Aktivitäten der KandidatInnen. Auch diese Woche verwende ich dazu mein Lieblings-Analysetool Fanpagekarma.

 

Instagram

Erstaunlicherweise nutzen nur Alexander van der Bellen, Norbert Hofer und Richard Lugner die vergleichsweise junge aber mittlerweile doch zweitgrößte Social Media Plattform in Österreich. Von oder für Irmgard Griss wurde zwar ein Profil angelegt, das aber inaktiv und auf privat gesetzt ist. Interessant, dass man bei vdb im Gegensatz zum Facebook Auftritt auf Instagram per Du mit den UserInnen ist.

Norbert Hofer verzichtet hingegen gänzlich auf Texte zu seinen veröffentlichten Bildern und auch vom auf der Plattform üblichen und wichtigen Einsatz von #Hashtags macht er nicht Gebrauch.

Die Performance der Bewerber lässt sich hier kurz zusammenfassen: van der Bellen liegt hier bei allen wichtigen Werten von der Followerzahl, über Engagement und Wachstum, bis zur absoluten Anzahl an Interaktionen, weit vor Norbert Hofer und Richard Lugner.

Twitter

Hier sind außer Andreas Khol alle vertreten und so unterschiedlich die BewerberInnen, so unterschiedlich schauen die einzelnen Werte aus.

Alexander van der Bellen hat die mit Abstand meisten Follower und kann die meisten Retweets verzeichnen. Bei der Engagement- und Interaktionsrate liegt Rudolf Hundstorfer vorne, gleichzeitig hat er aber auch die kleinste Followerschaft.

Am fleißigsten getweetet wird von Irmgard Griss, die auch bei den Likes die Pole Position einnimmt.

Norbert Hofer hingegen ist fleißig am Retweeten vieler Inhalte ohne erkennbarem Bezug zu ihm oder dem Wahlkampf wie z.B. Vintage Aufnahmen von @oldpicsarchive . Richard Lugner hingegen ist hier weniger fleißig am tweeten. Sein letzter Tweet stammt vom 19.3. unteranderem deshalb fliegt er hier mit seinen Aktivitäten weitgehend unter dem (Wähler)Radar.

Was hat sich auf Facebook seit letzter Woche getan?

Alexander van der Bellen und Irmgard Griss haben Facebook live eingesetzt, leider nicht wirklich zur persönlichen Interaktion mit den Fans.

Außerdem verbucht Norbert Hofer nun neben den meisten Interaktionen auch die meisten Fans und hat Alexander van der Bellen überholt.

 

Meine Bewertung in Form von Daumen

…und meinen Tipp der Woche an die KandidatInnen, gibts auf Kurier.at

 

Facebook Reactions: Liebe auf den ersten Klick!

Kommen wir heute zu einem Thema, das nicht nur die Facebook-User auf der ganzen Welt in helle Aufregung versetzt hat, sondern zudem auch noch genau in die Kerbe der SPiNNWERK-Philosophie zu schlagen vermochte: Die Liebe!

…und andere Emotionen, versteht sich. Wir reden natürlich von der ersten tatsächlich großen Neuerung, die sich beinahe unerwartet zwischen einer wiederholten Änderung der Facebook-Cover Imagesize und der Optimierung des „Kennst du auch…“ Algorithmus ereignet hat: Der Einführung von Reactions als Erweiterung des beliebten aber auch langweilig gewordenen „Like“.

Ende Februar wurden die Reactions auf Facebook weltweit ausgerollt und den Nutzern die Möglichkeit, auf Inhalte nicht nur mit einem “Like”, sondern auch individuell mit einem “Love”, “Haha”, “Wow”, “Sad – Traurig” oder “Angry – Wütend” zu reagieren gegeben.
Bisher verlautbarte Facebook, dass diese Reactions in der ersten Phase KEINEN Einfluss auf die Reichweite haben werden. Ganz egal ob „Wow“, „Like“ oder „Love“ – für die erste Phase der Reactions ist es irrelevant, welche Interaktion der Fan durchführt.

Fanpagekarma hat nun die erste Analyse zu diesen Reactions veröffentlicht, bei der 1,2 Millionen Posts mit Daten von über 40.000 Facebook Pages weltweit ausgewertet wurden:

Reaktionen werden deutlich weniger genutzt als ein gutes altes Like – Daumen hoch gibt es immerhin noch 20 Mal häufiger im Vergleich zu den neuen Reactions.

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Mit einem Anteil von 45% ist „Love“ die beliebteste Reaction der Facebook-Nutzer. „Haha“, der laut lachende Smiley, kommt mit Respektabstand auf 23%, gefolgt von „Wow“ mit 13% Anteil. Die beiden „Traurig“ und „Wütend“ Reactions bilden das Schlusslicht mit jeweils 10%.

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Emotionen, die von Facebook-Seiten hervorgerufen werden, scheinen vor allem zwischen den zwei Extremen Liebe (28% der Posts) und Wut (27%) zu schwanken. Ungefähr 17% der Posts entlocken der Fanbasis ein „Haha“, werden also als lustig wahrgenommen. Bei 15% der Beiträge ist sich die Mehrheit über „Sad“ als angemessene Reaction einig, während es gerade einmal 12% des Content schaffen, die User zu überraschen und ein „Wow“ zu generieren.

Das Ergebnis dieser Analyse ist äußerst spannend, denn emotionale Posts erhalten eine 2-3 mal höhere Reichweite als Posts die fast nur Likes erhalten!

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Die höchste Reichweite haben Posts, die vor allem Love- und Haha-Reactions hervorrufen. Die Reichweite ist 3,2-mal so hoch wie bei Posts, die fast nur Likes einsammeln. Ähnlich erfolgreich sind Posts, zu denen viele User „Wow“ sagen. Vor allem Videos, die viele „Wow“s erhalten, werden wesentlich häufiger angesehen. Die meisten Klicks auf Links können „Sorry“ bzw. „Traurig“-Posts verzeichnen (im Durchnitt 4 Mal so häufig wie bei unemotionalen Posts) während die „Angry“ bzw. „Wütend“-Posts bei den Kommentaren klar vorne liegen: sie erhalten um 50% mehr Kommentare als Posts, die fast nur geliked werden!
Interessanter Fakt am Rande: Das Ergebnis der Analyse in Bezug auf die Beliebtheitswerte spiegelt genau die Reihenfolge wider, in der auch die Reactions auf der Facebook-Oberfläche angeordnet sind.

Diese Analyse zeigt klar und deutlich: Love wins!

Content auf Facebook sollte im Idealfall emotional sein.
…und dann am besten auch noch vorwiegend Love-Reaktionen hervorrufen, da derartige Posts 5,5 Mal häufiger geteilt werden als solche, die nur den guten alten „Daumen hoch“ erhalten. Umso mehr zeigt sich dadurch, dass all jene, die ihre Community hegen und pflegen und in der Content-Küche mit einer gehörigen Portion #Fanlove kochen, im Gegenzug auch mit der Liebe der Fans belohnt werden. Oder anders ausgedrückt: Wer ein bewusstes Maß an Emotionalität in seinem Newsfeed sät, der kann reichlich Aktivität seiner Fans ernten.

Unsere #Fanlover-Conclusio dieser Analyse lautet daher: make love not likes.

Wer gewinnt den Social Media Wahlkampf?

Die BundespräsidentschaftskandidatInnen und ihre Mühen im Social Web.

Der Kurier hat mich eingeladen die Social Media Performance der BundespräsidentschaftskandidatInnen zu bewerten. Einige Ergebnisse meiner Analyse haben mich dann doch ziemlich überrascht, aber dazu später mehr.

Spätestens seit Obama 2008, für viele überraschend, mit einem exzellent geführten Social Media Wahlkampf erst die Vorwahlen gewann und dann in weiterer Folge tatsächlich auch Präsident wurde, diskutieren Politbeobachter den Einfluss der Social Media Aktivitäten auf Wahlergebnisse.

8 Jahre später führen auch bei uns alle KandidatInnen ihren Wahlkampf auf Facebook und Co. Wie gut sie das schaffen und ob sie die Möglichkeiten des Social Webs auch wirklich voll nutzen, darf ich mir für Sie die nächsten 4 Wochen genauer anschauen. Heute starte ich mit einem Facebook Schwerpunkt und analysiere für Sie die wichtigsten Performance-Werte mit Hilfe des Social Media Monitoring Tools www.fanpagekarma.com

Wer hat die meisten Fans?
Hier ist Alexander van der Bellen, der als Einziger auch vor der Kandidatur einen Facebook Auftritt hatte, mit einem ordentlichen Vorsprung ins Rennen gegangen und liegt auch immer noch an erster Stelle. Über die stärksten Zuwächse darf sich hier aber Norbert Hofer freuen und auch Andreas Khol kann stark wachsen, während das restliche BewerberInnenfeld nur langsam zulegt.

BPW_Anzahl_Fans

Wie häufig wird gepostet?

BPW_Anzahl_Posts
Hier liegt Norbert Hofer mit 130 Posts innerhalb der letzten 28 Tage vorne, gefolgt von Irmgard Griss und Alexander van der Bellen. Ob diese hohen Taktzahlen von der NutzerInnenschaft auch gut angenommen werden, verrate ich etwas später 😉

Richard Lugner ist hier übrigens auffallend und für mich sehr überraschend recht zurückhaltend.

Wer hat die höchste Interaktion?
Die Postinteraktion ist ein sehr guter Messwert um zu beurteilen wie gut der Content von der NutzerInnenschaft angenommen wird.

BPW_Postinteraktion_gew

Setzt man also die Anzahl der Fans in Relation zu den Interaktionen mit den Posts der Kandidaten und gewichtet dabei Shares höher als Kommentare und Likes, schneidet Rudolf Hundstorfer am besten und der Umfragekaiser VDB am schlechtesten ab. Für die Social Media ManagerInnen Alexander van der Bellens sollten spätestens an dieser Stelle die Alarmglocken schrillen. Schaut man sich nämlich die historischen Daten der Seite an, stellt man fest, dass die Postinteraktion vor Beginn des Wahlkampfes deutlich besser war. Im September 2015, dem Monat vor der Wien Wahl, lag hier die gewichtete Postinteraktion bei 4,3% während man im März 2016 auf nur 1,2% kommt.

In absoluten Zahlen dominiert Norbert Hofer bei Likes, Kommentaren und vor allem bei den Shares vor VDB. Ein weiteres Warnzeichen für alle übrigen KandidatInnen, ganz besonders für den Favoriten VDB.

BPW_Interaktionen_kum

BPW_LikesBPW_KommentareBPW_Shares

Wie stark wird die Wall der Kandidatinnen genutzt?
Hier liegt Van der Bellen, vor Khol, Hundstorfer und Griss. Hofer und Lugner haben diese Funktion auf ihren Seiten gesperrt. Nicht wirklich „social“ also.

BPW_Fanposts

Der mit Abstand meiste Austausch unter den UserInnen findet auf der Seite von VDB statt:

BPW_Kommentare_an_Fanposts

Wie gut wird auf Wallposts eingegangen?

BPW_Reaktion_Fanposts

Hier liegt ebenfalls VDB vorne. Insgesamt aber ein äußerst ernüchterndes Bild. Im Schnitt wird von den BewerberInnen ums höchste Amt des Staates bzw. ihren Teams nur auf 36% der Userposts reagiert. Immerhin sind die Reaktionszeiten bei VDB, Khol und Griss mit round about 2h recht gut. Auf der Seite von Hundstorfer warten User im Schnitt 20 lange Stunden auf Antwort. Die Idee „Echtzeitweb“ ist hier nicht wirklich angekommen.

BPW_Antwortzeit

Wie persönlich oder „volksnah“ geben sich die Auftritte?
Neben all den Performance-Werten interessiert mich bei einer Persönlichkeitswahl aber vor allem wie nahbar, menschlich und persönlich sich die Auftritte geben. Erstaunlicherweise geht hier die Ausrichtung der Auftritte weit auseinander. Was ich dazu herausgefunden habe, wie viele Daumen ich den KandidatInnen gegeben haben und welche Empfehlungen ich für die AnwärterInnen haben, wird hier verraten.