Mit Lead & Canvas Ads zur Win-Win-Win-Situation

Hier mal ein neuer Algorythmus, dort mal eine neue Timeline und zwischendurch mal neue Werbeanzeigen. Facebook hält Social Media Manager wahrlich in Bewegung und sorgt immer wieder für neue Herausforderungen. Damit wir uns noch genauer fokussieren können, freue ich mich als Erster die neue Position als Social Advertising Manager besetzen zu dürfen. Ich starte damit, mich mit Facebooks neuen Werbeformaten zu beschäftigen, die für einigen Jubel sorgen werden:

Mit den neuen Möglichkeiten der Werbeanzeigengestaltung geht Facebook einen weiteren Schritt in Sachen Usability. User freuen sich über kürzere Ladezeiten von Inhalten und einfachere Dateneingaben. Werbetreibende können sich über höhere Reichweiten bzw. geringere Abbruchraten freuen. Facebook schafft es, dass die User auf ihrer Plattform bleiben – eine Win-Win-Win-Situation also. Doch wie soll das funktionieren? Lead Ads und Canvas Ads machen es möglich.

Was sind Lead Ads?

Seit ein paar Monaten gibt es sie für mobile Geräte und nun auch für den Desktop. Lead Ads vereinfachen den Anmeldeprozess für z.B. Newsletter, Bewerbungen oder Angebotsanfragen wesentlich, indem auf Facebook gespeicherte Kontaktinformationen zurückgegriffen wird und diese automatisch im Anmeldeformular ausgefüllt werden. Das erleichert den Usern die Anmeldung und führt somit zu geringeren Abbruchraten. Der User bleibt während dem Einschreibeprozess direkt auf Facebook ohne die Seite wechseln zu müssen, weshalb sich die Ladezeiten reduzieren (bis zu zehnmal schneller). Somit reichen nun wenige Taps zum Anmelden und eine externe Landingpage ist nicht mehr zwingend notwenig.

Die optionale „Contextcard“ ermöglicht es zusätzlich den potenziellen Leads erst mehr Informationen zu liefern. Bekanntlich gibt man seine Daten lieber her, wenn man genau weiß wer sie erhält und was man dafür bekommt. Dies hat zur Folge, dass nur Leads erzielt werden, die auch tatsächlich Interesse am Angebot haben und somit sehr wahrscheinlich aktiv werden.

12521779_215047838840351_1682672970_n

Quelle: https://www.facebook.com/business/news/new-features-for-lead-ads (02.01.2016, 15:50 Uhr)

Zusätzlich können Lead Ads nun als Carousel Ads ausgespielt werden. Soll bedeuten, dass Unternehmen 3-5 Bilder mit weiteren Informationen bzw. mehr Vorteilen über das Produkt darstellen können, bevor sich der User durch das Formular klickt.

Datenschutz

Bevor man sich nun Sorgen um seine Daten und deren Sicherheit macht sei gleich gesagt, dass Daten erst dann an den Werbetreibenden übermittelt werden, wenn auf „Abschicken“ geklickt wurde. Es ist auch im Sinne des Werbetreibenden, behutsam mit den Daten umzugehen – auch wenn Lead Ads eigenen Nutzungsbedingungen unterliegen. Die Weitergabe von über Lead Ads gewonnenen Daten ist ohnehin untersagt. Hierfür bietet sich eben die neue Contextcard an, um dem User klarzumachen, wofür genau er sich anmeldet.

Hard Facts:

  • anfangs nur für mobile Geräte, nun auch als Desktop-Variante
  • Dateneingabe direkt auf Facebook – folglich kürzere Ladezeit und geringere Abbruchraten
  • Daten werden auf der Facebook-Seite des jeweiligen Unternehmen gespeichert, welche dort zum Download bereitstehen.
  • optionale Contextcard verbessert die Qualität der generierten Leads
  • Sobald das Formular ausgefüllt wurde, wird dem User die Anzeige nicht mehr eingeblendet.

Was sind Canvas Ads?

Eine besonders spannende Neuerung von Facebook ist das neue Werbeformat namens Canvas. Diese Vollbildanzeigen, die mit Bildern, Videos und Texten unterschiedlich befüllt werden können, bieten eine weitere Möglichkeit von interaktiven Werbeanzeigen. Auch hier werden die Inhalte direkt auf Facebook hinterlegt, womit die Ladezeiten und die Abbruchraten gesenkt werden. Eine ideale Anzeigenform für Content Marketing! Und wie wir ja bereits wissen: je besser der Content, desto besser rankt dich Facebook im Newsfeed.

Selbstverständlich ersetzen auch Canvas externe Landingpages nicht komplett. Die neuen Werbeformate bieten zwar eine breite Auswahl an individuellen Gestaltungsmöglichkeiten, jedoch ist die Hinterlegung von Bildern auf 20 Stück begrenzt und der Text auf maximal 1.000 Wörter pro Canvas beschränkt. Somit muss für ausführlichere Informationen auf eine externe Seite verlinkt werden. Weiters sind diese Ads, wie schon erwähnt, nur für mobile Geräte sichtbar.

Neues Bilderlebnis

Für einige User dürften die neuen Bildoptionen bestimmt am interessantesten sein. Durch Kippen/Schwenken wird das Smartphone oder Tablet sozusagen zu einem Fenster, wodurch das Bild außerhalb des angezeigten Rahmens betrachtet werden kann – ähnlich wie bei 360 Grad Videos.

Quelle: https://canvas.facebook.com (02.01.2016, 15:50 Uhr)

Hard Facts:

  • nur mobil verwendbar
  • Anzeigeinhalte werden direkt auf Facebook eingespielt – somit bis zu zehnmal schnellere Ladezeiten
  • interaktive Werbeanzeigen, die individuell mit Texten, Bildern und Videos befüllt werden können
  • in der Gestaltung etwas eingeschränkt, weshalb nicht immer auf eine Landingpage verzichtet werden kann
  • Anzeigen können auf iOS & Android-Nutzer getargetet werden
  • gleiche Gebotsoptionen wie normale Ads
  • perfekt für Story Telling und Content Marketing
  • Rollout soll bis zum 28.02.2016 global erfolgt sein

Wie Canvas Ads fertig gestaltet aussehen können zeigt euch Facebook auf ihrer Canvas Info Seite:

Screen-Shot-01-13-16-at-12.58-AM-600x260

Quelle: https://canvas.facebook.com (02.01.2016, 15:50 Uhr)

Fazit:

Facebook hat mit diesen neuen Ad Formaten wieder einmal einen smarten Move vollbracht. Einerseits bieten sie Werbetreibenden eine neue Möglichkeit ihre Produkte/Unternehmen innovativ zu repräsentieren. Gleichzeitig wird die Customer Experience durch verkürzte Ladezeiten und eindrucksvolle Darstellungsmöglichkeiten erhöht. Im selben Atemzug werden die User auf der eigenen Plattform behalten. Gleichzeitig passt Facebook sich dem stetig wachsenden Trend der mobilen Nutzung an. Man darf also gespannt sein wie User die neuen Formate aufnehmen werden und was wohl die nächsten Schritte sein werden…

Mit 180 Sachen ins Fanlover-Herz

Unsere #Fanlover-Serie geht nun rasant weiter – und zwar mit der österreichischen Automobilbranche. Natürlich ist der Markt etwas größer, um es aber kurz und knackig zu halten, habe ich mir die bekanntesten Autohersteller ausgesucht und diese wie gewohnt anhand ihres Social Media Auftrittes analysiert. Von „Aus Liebe zum Automobil“ bis „Vorsprung durch Technik“ wissen die Autoriesen wie man nette Slogans verfasst. Aber haben sie selbst den Vorsprung durch Communitymanagement für sich entdeckt?

SPiNNWERK_auto-blog

Ganz klar: Der beliebteste Automobilhersteller Österreichs ist Volkswagen. Anhand dieser KPIs lässt sich der aktuelle Diesel-Skandal aber nicht direkt erfassen, der im Netz bekanntlich sehr große Kreise gezogen hat und immer noch zieht. Dieser Vorfall hat wohl indirekte Auswirkungen, da es seit Oktober wesentlich weniger Postings auf der Facebookseite gibt als zuvor. Alfa Romeo hingegen hat zwar die kleinste Fanbase, kann aber mit Abstand die erfolgreichsten KPIs vorweisen. Allgemein kann man sagen, dass die Automobilbranche bis dato die besten Kennzahlen aus unserer gesamten #Fanlover-Serie einfährt. Sind Autos eventuell der neue Cat Content? 😉

SPiNNWERK_auto-blog2

Mini ganz Grande! Mit einem Servicelevel von 97% und einer Antwortzeit von elf (eigentlich ein trauriges Ergebnis!) Stunden rast der Flitzer den Konkurrenten fanlover-mäßig davon. Volkswagen und Opel lassen mehr als jeden zweiten Beitrag unkommentiert stehen und Toyota lässt die Fans zusätzlich 297 Stunden (das sind knapp 13 Tage!) auf eine Antwort hoffen. Autsch! Am fleißigsten postet Mercedes, was sich positiv auf die organische Reichweite auswirkt. Es ist jedoch darauf zu achten, dass man mit zu vielen Posts pro Tag die Fans nicht nervt und somit einen „Unlike“ riskiert.

Mit welchem Fanlover-Tempo fahren die Autohersteller durch’s Netz?

Beginnen wir gleich mit Volkswagen: Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Konkurrenten in ihrer Content Planung nicht bemerkenswert. Alle Facebook-Seiten scheinen einem Hochglanzmagazin entsprungen zu sein. Alle betonen ihre langjährige Erfahrung sowie Tradition und „frischen“ das ganze mit ihren Rennfahrzeugen auf. Bei VW findet man aber auch „nicht getunte“ Beiträge, wie die von Fans oder von Automessen und eine unterhaltsame Posting-Serie „Dinge, die Mütter und Väter nie sagen würden. Es wird auch versucht, proaktiv Kunden über den Diesel-Skandal aufzuklären, Stellung zu beziehen und Service anzubieten. Good job! Anscheinend kam der Blogbeitrag von meinem Kollegen Hannes recht gut an, da auch viele tolle Videos die Wall der VW-Seite verzieren. :)

Von den eben genannten typischen Content Säulen hält sich Mercedes Benz am ehesten an diese. Wunderschöne, bearbeitete oder in Szene gesetzte FotosProduktvideos mit viel Motorschnurren und Tradition – abgerundet durch Aufrufaktionen für Fans, ihre eigenen Autos zu fotografieren und zu posten. Perfekt für einen Instagram-Account, findet ihr nicht auch? 😉

Mini bedient sich ebenfalls schöner Bilder, Produktvideos, aber auch feinem Fun Content, um die jüngere Zielgruppe entsprechend zu erreichen.

Jung & witzig gibt sich Opel auf deren Facebook-Seite. Mit liebevollen Sprüchen versuchen sie zu emotionalisieren, mit #ADAMROCKS zeigen sie wie cool sie sein können und mit ihren Rennwagen wie wild sie nicht sind. Wenn sie doch nur auch etwas rasanter im Beantworten von Fanbeiträgen und -kommentaren wären…

Fazit:

Obwohl die Autohersteller recht gute Ressonanz auf ihre Postings erhalten und die Fans ihre Autos voller Stolz posten wird das Community Management eher mäßig bis gar nicht betrieben. So wird eine Two-way-communication-Plattform leider nur einseitig genutzt, was natürlich bequemer für den Anbieter, aber nicht zielführend ist. Wie immer ist somit zu sagen, dass, wenn man eine perfekte Social Media Präsenz haben möchte, man seinen Fans zuhören UND ihnen antworten muss, um ihnen ein gutes Gefühl zu geben! Positiv ist aber natürlich noch zu erwähnen, dass eigentlich alle Kontrahenten es schaffen aus leblosen Maschinen unterhaltsamen, interessanten und natürlich schönen Content zu kreieren, während der Fokus ganz klar auf Produktposts liegt. I like!

Somit gibt es als Abschluss noch eine kleine Galerie mit gelungenen Posts:

 

Onlinevideo kills them all 

Online VideoAm 1. August 1981 um 0:01 Uhr gelangte ein Lied von den Buggles zu größerer Berühmtheit: „Video Killed the Radio Star“. Es war das erste Musikvideo, welches zu Sendebeginn von MTV ausgestrahlt wurde. Dieser Song markiert einen großen Wandel in der Medienlandschaft, den Moment als das Fernsehen das Radio als einflussreichstes Medium abgelöst hat.

Mittlerweile sind 34 Jahre vergangen und dieser Titel wurde viele Male zitiert. Jetzt geht es darum, welches Medium das Video ablöst und damit die nächste große Veränderung einläutet. Einmal war es das Internet, das den Videostar gekilled hat (The Limousines), dann die Reality (Robbie Williams). Immer wieder gab es ein neues Medium, das dem Video den Garaus machen sollte. Die Gegenwart belehrt uns aber eines Besseren. Das Format Video ist – nicht zuletzt dank seines schwammigen Namens – bis heute der Sieger in der Medienlandschaft.

Damals war es das lineare Fernsehen, heute das Onlinevideo das zur Disposition stand. Doch was meinen wir eigentlich, wenn wir von Onlinevideos sprechen? Bewegtbildformate im Internet, soviel ist sicher. Aber denken wir dabei auch an interaktive Panorama-Videos? An Livestreamings von Jedermann für Jedermann? An virtuelle Realitäten, in die man sich mit Videobrillen begibt? Oder an Formate, die das miteinander verknüpfen? Denken wir an einen stationären Computer in der Wohnung oder an das Mobiltelefon im Bus? Denken wir an Mediatheken oder an Postings in Feeds, die mit sozialen Funktionen verbunden sind?

Es gibt darauf sehr viele mögliche Antworten. Letztlich werden wir Konsumenten mit unserem Nutzungsverhalten darüber entscheiden, welche Formate, Technologien und Plattformen sich durchsetzen bzw. für die Werbetreibenden die attraktivsten Plätze bieten.

 

Eine Plattform wollen wir uns heute genauer ansehen: Facebook.

Es ist schwer zu übersehen, wie Facebook sich in den letzten Jahren anstrengt, seine Anteile im Videobereich zu stärken. Am deutlichsten sichtbar wurde dies mit der Einführung der Autoplay-Funktion und der Animated Gifs im Newsfeed der Benutzer. Weniger sichtbar, aber genauso zukunftsweisend waren der Kauf des VR-Spezialisten Occulus, die Einführung des 360-Grad-Videos und die Möglichkeit, Videos live zu streamen. Weiters kommt in Kürze die Möglichkeit, sein Profilbild als Kurzvideo anzulegen (IPhone 6s und Myspace lassen grüßen). Welche Anstrengungen Facebook im Hintergrund beim Aufrüsten seiner Hardware und seines Codes bzw. bei der Bereitstellung der benötigten Bandbreite vorgenommen hat, kann man nur erahnen.

Facebook wäre nicht so erfolgreich, wenn es seine Investitionen nicht wohlüberlegt den entsprechenden Werbemöglichkeiten gegenüberstellen würde. So gibt es mittlerweile verschiedene Optionen, Videos werblich einzusetzen, sei es als unterstütztes Post oder als Teil einer Carousel Ad, auf Views optimiert und dezidiert ausgewertet. Alles verbunden mit den atemberaubend präzisen Targetingmöglichkeiten und einem vergleichbar günstigen TKP. So erobert Facebook ein immer größeres Stück des Werbekuchens und wird sowohl für das klassische TV als auch für seine Branchenkonkurrenten gefährlicher.

 

Facebook-Videos vs. Youtube-Videos

Schauen wir uns das einmal am Beispiel Facebook vs. Youtube (Google) genauer an: Youtube konnte in den letzten Jahren immer wieder mit imposanten Zahlen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. So wurde Anfang Juli 2014 täglich Videomaterial mit einer Gesamtlänge von 300 Millionen Stunden ausgespielt. Gleichzeitig wurden pro Minute 300 Stunden neues Material hochgeladen. Youtube gibt an, mehr als eine Milliarde Nutzer zu verzeichnen und allein mit den mobilen Aufrufen eine größere Reichweite zu erlangen als jedes Kabel-Netzwerk in den USA.

Mit den verschiedenen Werbeformaten auf Youtube werden enorme Reichweiten erreicht, die nicht nur im Hinblick auf Zielgruppen-Genauigkeit die klassische TV-Werbung bedrängen. Youtube hat hier mit der Email-Benachrichtigung zu neuen Videos für alle Channel-Abonnenten ein Ass im Ärmel, das für gute organische Reichweiten sorgt. Youtube sollte also immer mitbedacht werden, wenn man sein Videomaterial im Netz zeigen möchte.

Youtube hat es allerdings bis heute nicht geschafft, sich als Soziales Netzwerk zu etablieren. Es hat zwar diverse Socialweb-Funktionalitäten integriert, diese werden aber, ähnlich wie Google+, nur von einer verhältnismäßig kleinen Gruppe User genutzt. So funktioniert Youtube vor allem als Mediathek: Ein Ort, an dem man nach Videos sucht.

Facebook hat hier eine ganz andere Position. Es hat sich in den letzten Jahren zur Titelseite des Webs gemausert. Die User nutzen es, um Content aus den unterschiedlichsten Quellen zu erhalten, ohne hierfür suchen zu müssen. Er wird dank des eigenen Freunde-Netzwerks und des Facebook-Algorithmus einfach in den Newsfeed eingespielt. Das Abspielen, Kommentieren und Teilen der Clips geht entsprechend immer mit reichhaltigen Nutzerprofilen einher.

Doch Facebook will mehr sein als ein Linkverteiler. Exklusiver Content soll für Facebook produziert, optimiert und innerhalb der Plattform wiedergegeben werden. Kooperationen mit Stars, Sportverbänden und der Medienbranche beschleunigen den Prozess. Wie weit Mark Zuckerberg bereits gekommen ist, zeigt folgende Statistik: Anfang 2014 kamen zwei von drei Videos, die ein User in seinem Newsfeed gesehen hatte, von Youtube. Im Dezember 2014 haben die von Facebook selbst gehosteten Videos die verlinkten Videos von Youtube überholt.

Im gleichen Zeitraum lud Apple einen Werbespot auf Youtube und parallel auf Facebook hoch. 4,2 Millionen Nutzer sahen die auf Youtube gehostete Version über einen Linkpost, 14,3 Millionen Nutzer schauten sich die auf Facebook gehostete Version an.

 

2

Wie hat Facebook das geschafft?

Zuerst wurde die Autoplay-Funktion eingeführt: Videos, die automatisch ablaufen und somit sofort mehr Aufmerksamkeit bekommen als die stehenden Bilder. Diese werden bereits nach drei Sekunden als gesehen gezählt. Diese Funktion war von Anfang an auf das bei Facebook gehostete Material beschränkt. Außerdem bevorzugt der Facebook-Algorithmus die eigenen Videos und spielt diese entsprechend häufiger aus. Für die User macht sich neben der bequemen Autoplay-Funktion auch eine höhere Relevanz des Contents bemerkbar, da weniger Random-Clips und mehr exklusiv produziertes Material verlinkt wird.

Mit dem weiteren Ausbau der Facebook-Mobile-App und den steigenden Nutzerzahlen im Mobilbereich hat Youtube weiteren Facebook-Boden verloren. Youtube-Videos werden dort nämlich immer in einem eigenen Browser geöffnet, was lange Ladezeiten und Komplikationen mit sich bringt. Ein Schelm, wer hier Böses denkt.

Facebook nutzt seine bestehenden Partnerschaften und weitet diese auf den Videobereich aus. Die Werbetreibenden können die gewohnte Umgebung des Ad-Managers mit den zugehörigen Targeting-, Planungs- und Bezahlmodalitäten verwenden. Als wichtigstes Argument bleibt die viel bessere Reichweite und Interaktionsrate bei Videocontent. Eine Studie zeigt, dass Facebook Videos beinahe doppelt so häufig ausgespielt und gesehen werden wie Fotos.

1

Ein Beispiel

Mit unserem Kunden innocent durften wir die #Lovestorm-Kampagne entwickeln und realisieren. Diese Kampagne begann in den sozialen Netzwerken, fand seinen Weg aber auch auf die Etiketten der Flaschen. Kernelement der Kampagne war ein Video das wir nach der Produktion in drei Längen geschnitten haben. 15 Sekunden für Instagram, 30 Sekunden für Facebook und 60 Sekunden für YouTube. So konnten wir auf allen Kanälen das ideale Format ausspielen ohne drei Clips produzieren zu müssen. Das war gut für das Budget und gut für die Reichweite des Clips.

YouTube / innocent Filme – via Iframely

 

Fazit

Videocontent funktioniert auf Facebook besser als jedes andere Postingformat. Vor Allem wenn es auf der Plattform hochgeladen und nicht nur verlinkt wurde. Entsprechend aufbereitete Clips können großflächig ausgespielt werden. Wenn man also bei der Konzeption und Produktion von Bewegtbildcontent die unterschiedlichen Needs der einzelnen Plattformen integriert denkt, schlägt man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe und kann effizient produzieren. Wie effizient, kreativ und günstig wir das können, zeigen wir gern persönlich.

 

Quellen

– „ARD/ZDF-Onlinestudie 2014“
– businessinsider zu video vs. foto on facebook 
– The Guardian zu Facebook Video vs. Youtube 
– Thomas Hutter zu den neuen Video-Profilbildern 
Socialbakers zu Facebook Video vs. Youtube 
Techcrunch zu Video-Livestreaming 
– „Video Effects 2015“ Marktforschung Forward AD group
– wikipedia.de

Sinkende organische Reichweiten auf Facebook?

Genauso oft wie man von Userschwund hört, hört man von sinkenden organischen Reichweiten bei Facebook.

Häufig geht das einher mit dem Vorhaben weniger Posts zu machen, dafür aber alle Posts mit Budget zu pushen.

Dass dieses Vorhaben falsch ist und es nicht stimmt, dass Posts auf Facebook keine guten organischen Reichweiten mehr erzielt werden, zeigen diese drei Posts von SPiNNWERK Kunden (danke an alle Genannten, dass wir die Posts zeigen dürfen!)

innocent

innocent ist einer unserer Kunden mit den besten organischen Reichweiten. Hier wird konsequent an Content gearbeitet der die Marke transportiert und die Community unterhält. Ein Beispiel aus jüngerer Vergangenheit:

Fans in DE: 126k

Erreichte User mit diesem Post: 182k

Organische Reichweite: 144% (!!!)

Wegen der 20% Text Regel, konnte dieser Post nicht promotet werden.

Folgte man der Strategie „promoted only“ hätte es diesen Post erst gar nicht gegeben.

Untitled

Langnese

Wenn erwachsene Menschen an Eis denken, denken sie gleichzeitig häufig an unbeschwerte Kindheitserinnerungen die sie damit verbinden. Retro Inhalte funktionieren hier immer schon sehr gut. Deshalb haben wir einen ganzen Monat unter das Motto Retro gestellt und haben auch hier ein Best Practice Beispiel:

Fans in DE: 56k

Erreichte User mit diesem Post: 97k

Organische Reichweite: 173% (!!!)

Wegen der 20% Text Regel, könnte auch dieser Post nicht promotet werden.

Folgte man der Strategie „promoted only“ hätte es diesen Post auch nicht gegeben.

Untitled2

Polar

Die „Krönung“ unter unseren Beispielen ist aber dieser Post für Polar:

Fans in AT: 10k

Erreichte User mit diesem Post: 104k

Organische Reichweite: 1040% (!!!)

Dieser Post wurde mit einem kleinen Budget promotet

Untitled4

 

Unser Empfehlung

Konsequent an Content zu arbeiten, der von der Zielgruppe gut angenommen wird. Außerdem 5-7 Posts pro Woche auf unterschiedliche Zeiten verteilt, ergeben gute organische Wochenreichweiten ohne die Community zu nerven.

Last but not least: nur was organisch gut performt, wird paid gut performen.

 

Front-End Developer gesucht!

SPiNNWERK_DEVgesuchtWir sind ein Team von 15 SPiNNerInnen in einer stetig wachsenden Agentur im 5. Bezirk. Als SPiNNwerkerIn erwarten dich viele aufregende sowie abwechslungsreiche Aufgaben(-bereiche), spannende und internationale Kunden. Unser Team arbeitet laufend daran, dem schnelllebigen Geist des WWW die Stirn zu bieten. Das heißt für uns die Verwendung von modernen Technologien und eine laufende Weiterbildung im Tätigkeitsbereich und darüber hinaus.

Was du als Front-End Developer mitbringen solltest:

  • ​Ein hohes Maß an Eigenverantwortung
  • Lösungsorientiertes Denken und ein Auge fürs Detail
  • Eine offene und kommunikative Persönlichkeit
  • Interesse, dich ins Unternehmen und in die Projekte einzubringen
  • Sehr gute Fähigkeiten in HTML5/CSS3/JavaScript
  • Gute Kenntnisse in gängigen Responsive-Technologien und Umsetzungsmethodiken
  • Verständnis für die Herausforderungen rund um Browser-Kompatibilität
  • Grundkenntnisse in PHP und relationalen Datenbanken
  • Das Verständnis, warum man Development-Tools wie GIT, Bower oder Grunt einsetzt
  • Kenntnisse in den wichtigsten Frontend Frameworks, Plattformen und Tools wie JQuery, Sass, Node.js, usw.
  • Know How für Performance-Optimierung von Webanwendung hinsichtlich Ladezeit sowie Bedienbarkeit wäre von Vorteil
  • CMS sollte kein Fremdwort sein und du hattest schon mal Kontakt mit einem der gängigen Systeme wie WordPress, Typo3, Drupal, etc.

Das SPiNNWERK bietet dir:

  • Ein junges, sympathisches (ganz objektiv gesehen natürlich) und kommunikatives Team im 5. Bezirk
  • Mitwirkung bei der Entwicklung und Konzeption von Webprojekten, Microsites und Apps
  • Realisierung von kundenspezifischen Webanwendungen und deren Schnittstellen
  • Weiterentwicklung und Optimierung von internen Bibliotheken, Vorlagen und dir selbst 😉
  • Deinen Wissensdurst durch stetige Weiterbildung und moderne Technologien zu bewahren
  • Die Möglichkeit dich auch in anderen Bereichen zu entfalten und dich zum Allrounder weiter zu entwickeln
  • Für diese Position ist ein Monatsbruttogehalt von mindestens € 2.272,- (40h/Woche) vorgesehen. Abhängig von Qualifikation und Erfahrung ist eine Überbezahlung möglich.

Wir freuen uns schon auf deine Bewerbung an ichspinne@spinnwerk.at und dich persönlich kennen zu lernen.

Back-End Developer gesucht!

SPiNNWERK_DEVgesuchtWir sind ein Team von 15 SPiNNerInnen in einer stetig wachsenden Agentur im 5. Bezirk. Als SPiNNwerkerIn erwarten dich viele aufregende sowie abwechslungsreiche Aufgaben(-bereiche), spannende und internationale Kunden. Unser Team arbeitet laufend daran, dem schnelllebigen Geist des WWW die Stirn zu bieten. Das heißt für uns die Verwendung von modernen Technologien und eine laufende Weiterbildung im Tätigkeitsbereich und darüber hinaus.

Was du als Back-End Developer mitbringen solltest:

  • ​Ein hohes Maß an Eigenverantwortung
  • Lösungsorientiertes Denken und ein Auge fürs Detail
  • Eine offene und kommunikative Persönlichkeit
  • Interesse, dich ins Unternehmen und in die Projekte einzubringen
  • Exzellente Kenntnisse in PHP, GIT und Composer
  • Objektorientierte Programmierung, Interfaces, Namespaces und Web Services sind für dich keine Besonderheit, sondern gelebter Programmier-Alltag
  • Sehr gute Kenntnisse hinsichtlich persistenter Datenhaltung und relationalen Datenbanken, wie z.B. MySQL
  • Erfahrung mit gängigen Frameworks und CMS Systemen wie Laravel, WordPress, Typo3 etc.
  • Im Optimalfall hast du Erfahrung im automatischen Deployment und Kenntnisse im Schreiben von Software-Tests
  • Fähigkeiten in HTML5/CSS3/JavaScript
  • Idealerweise Kenntnisse in gängigen Responsive-Technologien, Umsetzungsmethodiken und ein Verständnis für die Herausforderungen rund um Browser-Kompatibilität
  • Grundkenntnisse in den wichtigsten Frontend Frameworks, Plattformen und Tools wie JQuery, Grunt, Bower, Sass, Node.js, usw.
  • Know How für Performance-Optimierung von Webanwendung

Das SPiNNWERK bietet dir:

  • Ein junges, sympathisches (ganz objektiv gesehen natürlich) und kommunikatives Team im 5. Bezirk
  • Mitwirkung bei der Entwicklung und Konzeption von Webprojekten, Microsites und Apps
  • Realisierung von kundenspezifischen Webanwendungen und deren Schnittstellen
  • Weiterentwicklung und Optimierung von internen Bibliotheken, Vorlagen und dir selbst 😉
  • Deinen Wissensdurst durch stetige Weiterbildung und moderne Technologien zu bewahren
  • Die Möglichkeit dich auch in anderen Bereichen zu entfalten und dich zum Allrounder weiter zu entwickeln
  • Für diese Position ist ein Monatsbruttogehalt von mindestens € 2.272,- (40h/Woche) laut Kollektivvertrag vorgesehen. Abhängig von Qualifikation und Erfahrung ist eine Überbezahlung möglich.

Wir freuen uns schon auf deine Bewerbung an ichspinne@spinnwerk.at und dich persönlich kennen zu lernen.

Liebevolle Social Media Manager (m/w) gesucht!

Unser #Fanlover-Team sucht dich

Wir sind ein Team von 15 SPiNNerInnen in einer stetig wachsenden Agentur im 5. Bezirk. Unser #Fanlover-Team, kümmert sich liebevoll um bald mehr als 1.200.000 Fans, erarbeitet kreativen Content, schön anzuschauende Bilder, lecker Rezepte und kluge Konzepte und braucht dafür Verstärkung.

Was du als neuer Social Media Manager mitbringen solltest:

  • Großes Interesse an Social Media und dem aktuellen Weltgeschehen.
  • Facebook, Twitter, Instagram, Blogs und Co. sollten für dich keine Fremdwörter sein und am besten hast du schon in dem Bereich gearbeitet.
  • Ein eigener Blog oder die Erfahrung mit Fanseiten auf Facebook sind von Vorteil, aber kein muss.
  • Zeit, um Fans auch am Abend und am Wochenende mit ganz viel Liebe überschütten zu können. Insgesamt im Ausmaß von 20/30/40 Stunden.
  • Texttalent und die Begabung, das Wichtigste einer Botschaft in 90 Zeichen zu pressen (ohne Rechtschreibfehler versteht sich 😉 )
  • Photoshop-Skills
  • Kommunikationstalent, organisiertes Arbeiten und Multitasking-Fähigkeiten, die über gleichzeitiges Lesen und Schreiben hinausgehen.
  • Stressresistenz und flexible Arbeitszeit- und platzgestaltung.

Idealerweise sprichst du auch ein bisschen Französisch und bist koch- und essbegeistert. Besonders Essen spielt bei uns eine wichtige Rolle! 😉

Was wir dir bieten:

  • Ein junges, sympathisches (ganz objektiv gesehen natürlich) und kommunikatives Team im 5. Bezirk
  • Kontakt mit internationalen Kunden
  • Selbstständiges Arbeiten im Team
  • Der Kollektivvertrag Werbung sieht für diesen Job ein monatliches Bruttogehalt von € 1.410,50 (40h/Woche) vor, wir bezahlen echten Wunderwuzzis aber gerne bei entsprechender Qualifikation und Engagement bis zu € 2.200,- bei einem Ausmaß von 40h.

Wenn du jetzt Lust bekommen hast, diesen Haufen an SPiNNern kennenzulernen und mit uns zu SPiNNen, melde dich bei uns mit deiner aussagekräftigen Bewerbung inkl. CV an ichspinne@spinnwerk.at

Ein neues Mitglied der SPiNNfamilie 

Neues Monat, neues Glück ist einer meiner Leitsprüche. Denise blieb nicht lang die Neue, denn schon bald stieß ich zum #Fanlover-Team.

11824267_10152918967116218_431083591_nSPiNNen die? 
Das fragte ich mich bereits am ersten Arbeitstag als ich zu etlichen Facebook-Gruppen, der SPiNNgrillerei eingeladen wurde und als ich die erste SPiNNschichtübergabe gelesen habe.
Eine Eistruhe haben wir auch im Büro! Ganz ehrlich: da gefällt’s mir, da bleib ich! Bloß die Klimaanlage fehlte mir ein wenig bei der Hitzewelle Anfang Juli.

Am zweiten Arbeitstag, nach meinem ersten SPiNNredaktionsmeeting wurde das erste offizielle Team-Foto gemacht und ich auf Facebook herzlich willkommen geheißen. Die Freude war groß! :)
10408955_10153503296944974_3500948003799277848_n

Am fünften Arbeitstag war der heißeste Tag des Jahres. Die Ventilatoren liefen auf höchster Stufe und die Kleidung wurde immer knapper. Da war der Nachmittagstermin in klimatisierten Räumlichkeiten eine angenehme Abwechslung. Es war mein erster Pitch und ich war ehrlicherweise ein wenig nervös. Der Termin war aber sehr erfolgreich, denn ein paar Tage später hatten wir bereits die Zusage vom Kunden.

Am achten Arbeitstag hatte ich schon meinen ersten „freien“ Tag – immerhin hatte ich Geburtstag. Der groß angekündigte SPiNNgrillerei am Abend wollte ich aber nicht entgehen. Chef vom Dienst und Meisterkoch Roland stand am Grill, Beilagen, einen Marillenkuchen, sowie ein feines Vorarlberger Tiramisu gab es von den Kollegen.

Die SPiNNkollegen wussten natürlich von meinem Ehrentag (Facebook sei Dank ;)) , weshalb sogar ein Ständchen für mich gesungen wurde.

Ich bin jetzt nicht nur die Neue, sondern auch das jüngste Mitglied der SPiNNfamilie und freue mich auf zukünftige Herausforderungen und neue Kunden!

ce6Af9iF5ITgbAWJt4PBQOo1smGXGnoeHO1ttBAeykw,Kkn-4MrjjQGfzRyC-gwuduKkWP6Ugc5yr8-ybgEa0FA

#Fanlover-Fitnesstest

Nach meinem Blogbeitrag über Österreichs größte Systemgastronome und wie sie ihre Facebook-Seiten betreuen ist es allerhöchste Zeit etwas für die Figur zu tun, und somit widme ich mich Österreichs beliebtesten Fitnesscentern. Alle predigen wie wichtig es ist auf seinen Körper zu achten, fit zu sein und immer das Beste aus sich selbst zu machen. Doch wie sehr achten sie auf ihren Online Auftritt? Wie socially fit sind sie? Und holen sie das Maximum aus den digitalen Möglichkeiten heraus? Kurz und knackig habe ich die wichtigsten KPIs für einen kleinen Social-Fitnesswettbewerb zusammengefasst und schnell sieht man wer Österreichs beliebtestes Fitnesscenter ist:

Oder auch nicht? Aufgepasst: McFIT darf sich nur einer solch hohen Fanzahl erfreuen, da hier anscheinend Österreich & Deutschland zusammengelegt wurden und 86% der Fans aus Good Old Germany kommen. Folglich rangieren sie auf Platz 4 (mit 11.660 Fans aus Österreich). Somit darf sich Fitinn über eine Goldmedaille für die meisten Fans freuen. Alles in allem ist jedoch John Harris der Sieger unseres ersten Durchgangs, da nicht nur die Fananzahl, sondern natürlich auch das Engagement und die Post Interaktion wichtige Indikatoren für eine erfolgreiche Facebook-Seite sind. Sie geben Aufschluss darüber, wie sehr die Fans mit den Beiträgen der Fanseite interagieren, oder ob sie kaum wahrgenommen und mit einem „ahjo eh“ überscrollt werden.

Während sich die erste Runde eher mit der Fanseite beschäftigt folgt nun die zweite Runde auf #Fanlover Basis. Soll heißen, dass nun das Servicelevel (wie viele Fanbeiträge beantwortet werden), die Antwortzeit (wie schnell Fanbeiträge beantwortet werden) und die Posts pro Tag (wie fleißig Posten die Gym-Betreiber) genauer unter die Lupe genommen werden.

Was mir hier als Erstes ins Auge sticht? Utopische 42 Stunden Antwortzeit von unserem Goldmedaillen-Gewinner John Harris. Liegt es an der Ausdauer, der Motivation oder geht zu viel Zeit auf der Langbank drauf? Im Juni bekamen manche User sogar erst nach einem Monat eine Antwort – quite shocking! Auch, dass 30% aller Fanbeiträge von Fitinn ignoriert werden lässt mein #Fanlover-Herz nicht höher schlagen. Zumindest sind die Antwortzeiten von zirka 4 Stunden akzeptabel, sofern kein konsequentes Community Management eingesetzt wurde. McFIT könnte natürlich 1 – 2 Posts pro Woche mehr vertragen, um die organische Reichweite zu erhöhen, wenngleich ihr Postingmix abwechlungsreich und ihre Bildsprache klar definiert ist und etwas hergibt.

Ab in den Ring!

Jetzt lassen wir mal die digitalen Fäuste in Form von hard facts fliegen! Unser Turnier wird in drei Runden aufgeteilt und der Sieger bekommt Standing Ovations – let the rumble begin! (Folgende Daten beziehen sich auf den Zeitraum 30.06.2015 – 27.07.2015)

Round #1: Ein klares Ergebnis. McFIT scheidet gleich nach der ersten Runde aus. Wie schon oben erwähnt zählt die Fananzahl leider nicht, da es sich hier um eine DACH-weite Fanpage handelt ;( Aber Kopf hoch! Ein paar Posts mehr die Woche, konsequentes Community Management und ein bisschen Liebe – dann sieht die Welt schon ein wenig anders aus.

fitness_MFvsFI


 Round #2: Auch bei den exklusiveren Fitnessstudios gibt es einen eindeutigen Gewinner. Falls ihr euch fragt, wie man einen Service Level von 0% erreicht – Holmes Place hat im vergangenen Juli zwei Wall-Beiträge von Fans erhalten und auf keinen einzigen reagiert. Jawohl, so schnell kann’s gehen und so einfach hätte es sein können …

fitness_HPvsJF

 

Finale: Und wieder ein kurzer Prozess! Doch eines soll gesagt sein: Bei all unseren Wettkämpfern liegt definitiv Potenzial vor und #Fanlovern ist einfach nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. #nopainnogain 😉

fitness_JFvsFI

Post, love, comment, repeat

Mittlerweile habe ich euch mehr als genügend Zahlen um die Ohren geschmissen. Einige „soft facts“ sollen euch zeigen, was denn überhaupt machbar ist in der großen weiten Facebookwelt. 😉

Fitinn: Wer nach Motivation und einem Tritt in den Allerwertesten sucht ist hier wohl genau richtig. Mit coolen Sprüchen und klaren Ansagen wird ihre Unternehmensphilosophie unmissverständlich kommuniziert. Besonders toll finde ich auch die Studio-Tour, in der man sich in Ruhe in einem Studio um- und die Einrichtung und die Geräte inklusive Zusatzinfos ansehen kann. Einziger Kritikpunkt bei den Postings sind die direkten Aufrufe zum Liken, Kommentieren und Freunde markieren. Da stellt es einem ja die Nackenhaare auf…

McFIT: Als Pendant zu Fitinn ist hier die klare Botschaft der positiven Wirkung durch Fitness auf das Aussehen nicht zu übersehen. Ob im Slogan „Einfach gut aussehen“ oder ihren Postings wird diese Message ständig übermittelt. Von Schweiß und Anstrengung keine Spur. Dafür vermitteln sie wohl generell ein „gutes Gefühl“ beim Sporteln zu haben und wissen auch, was ihren Fans wichtig ist. Mit ihrer „Dies oder das„-Serie schaffen sie es auch, Unterschiede beim Training, der Ernährung und Ausstattung anzusprechen, die die User interessieren. Wer dann auch noch Erfolgsgeschichten von Menschen wie dir und mir postet hat sowieso die halbe Miete gewonnen in Sachen #Fanlove.

Holmes Place: Ein Blick auf die Facebook-Seite genügt und man fühlt sich wie in einer Wellness-Oase. Tipps für eine schöne Haut, gesunde Rezepte und hübsche Bilder erwarten einen. Eine nette Idee, doch wo bleibt der Bezug zum eigentlichen Produkt/Service? Weit und breit kein Foto von Trainern oder Räumlichkeiten, die Vertrauen erwecken bzw. eine persönliche Verbindung herstellen könnten. Neben einem verspäteten Post im Juni über die letzte Weihnachtsfeier und einer verpassten Chance, aufgrund von fehlenden Infos bzw. einer eher minderen Übersicht darüber, was eigentlich verlost wird, scheint mir die Seite generell etwas unübersichtlich zu sein.

John Harris: Hier gibt’s wohl von allem etwas, ohne unübersichtlich oder überfüllt zu wirken. Angefangen bei sex appeal, Motivation und tollen Kurzvideos zu Fitnesslügen, random fun und branded random. Somit zeigen sie in jedem einzelnen Post wer sie sind, was sie machen und gleichzeitig bringen sie ihre Fans zum Lachen oder bieten ihnen in irgendeiner Art und Weise einen Mehrwert. Da kann man ruhig mal klatschen. 😉

Nichtsdestotrotz hat leider niemand von ihnen konsequentes Community Management betrieben, wodurch ganz viel #Fanlove-Potenzial verloren gegangen ist. Genauso wie Muskeln nach einem harten Training mit Proteinen versorgt werden wollen, so wollen Fans rasche Antworten mit einer zufriedenstellenden Aussage und (erfahrungsgemäß) sogar Unterhaltungen führen können. #neverskipfanloveday

Hier findet ihr noch alle erwähnten Beispiele auf einem Blick:

 

Mega Beachparty auf der Wiener Ringstraße 2021

Jetzt teilnehmen! Die Open Air Beach Party in Wien. Sommer, Sonne, Strand. Auf der Wiener Ringstraße. Die komplette Wiener Ringstraße wird mit ca. 83 Tonnen Sand aufgeschüttet und wir veranstalten die größte Beach Party die Österreich je gesehen hat. Datum? Irgendwann im Sommer 2021!

Nein, es gibt keine Ringstraßen Beachparty. Es handelt sich hier nur um einen Marktschrei um eure Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Genau das scheint sich gerade zu einem neuen Trend auf Facebook zu entwickeln. Es werden Veranstaltungen angelegt, die möglichste viele Menschen zum “Beitreten” anregen soll, um die Wall der Veranstaltung dann später als Werbetool für andere Veranstaltungen oder Fanseiten nutzen zu können. Diese erfundenen „Fake-Veranstaltungen“ haben dann meist große Reichweiten und werden im Newsfeed der User wahrscheinlich eher angezeigt als Postings von Fanseiten.

Bildschirmfoto 2015-07-21 um 09.43.51

So werden beispielsweise Veranstaltungen wie “Beach Party Wien” oder “Filmnacht Open Air” gegründet, die ein Datum weit in der Zukunft haben und im Beschreibungstext “Datum und Ort wird noch bekanntgegeben” angeben. Sobald dieses Datum in der Zukunft dann näher rückt, werden die Teilnehmer mit “Das Event ist leider auf 2016 verschoben” vertröstet. Sie werden damit aber nicht verjagt, da sie ja weiterhin nett auf der Gästeliste bleiben, in der Hoffnung dass diese tolle Party wirklich stattfindet.

So hoffen die User weiter. Vorfreude ist bekanntlich die größte Freude.

Irreführung der User

In Wahrheit werden diese Veranstaltungen aber gezielt “erfunden” und ins Leben gerufen, um eine Plattform zu generieren, um dann für wirkliche Events und Veranstaltungen oder andere Dinge zu werben. Es handelt sich also um einen Trick des Veranstalters, um möglichst viele Leute zu erreichen.

Bildschirmfoto 2015-07-21 um 09.41.52    Bildschirmfoto 2015-07-21 um 09.41.46

Zwei Veranstaltungen in Wien, die in diese Kategorie fallen, haben bis zu 40.000 Zusagen (dazu kommen „Vielleicht“ und „Eingeladen“ User) und damit große Reichweiten. Vor allem sehen alle Freunde der Teilnehmer diese Veranstaltung bei ihren “Veranstaltungsvorschlägen” und vermutlich auch öfter in Ihrem Newsfeed.

Ich möchte natürlich ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich nicht weiß oder beweisen kann, dass es sich wirklich um erfundene Veranstaltungen handelt, oder diese Parties wirklich geplant sind und dann irgendwann stattfinden.

Vielleicht will ein potentieller Eventveranstalter im Vorfeld erst einmal das Interesse abfragen. Die Vorteile und Benefits für Werbetreibende und Spammer liegen aber auf der Hand und sind durch die große Reichweite klar sichtlich. Ich glaube auch kaum dass ein seriöser Veranstalter eine Facebook Veranstaltung anlegt, ohne jegliche Daten und Lokalitäten abgeklärt zu haben. Der Imageschaden einer möglichen Absage wäre zu groß.

Ob Facebook dieser Missbrauch bekannt ist und wie weit das ganze auch in anderen Gegenden verbreitet ist, weiß ich nicht genau. Man kann allerdings als User die Veranstaltungen als Spam melden und somit hoffen, dass man sich in Zukunft keine unnötigen Hoffnungen auf tolle Beachparties machen muss :)

Sind euch auch schon solche Veranstaltungen aufgefallen, auf die Ihr euch gefreut habt, die aber nie stattgefunden haben? Ich freue mich auf Beispiele und Feedback.